Die Diskussion um die Umbenennung des Rechbergs

Wir brauchen guten Unsinn

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Den Berg zwischen Straßdorf und Wißgoldingen nicht mehr Rechberg nennen, sondern Terence Hill (Hill heißt Berg auf englisch) nach dem gleichnamigen Schauspieler: Diese Forderung in einer Online-Petition sorgt für heftige Diskussionen. „Es gibt doch bestimmt weitaus Wichtigeres“, schreibt eine Leserin uns auf Facebook. Richtig, es gibt viel wichtigere Themen, gerade in diesen Tagen.

Doch es gibt eben in Gmünd ebenso wie weltweit immer und gleichzeitig unendlich viele Themen. Hochbrisante und nicht so wichtige, dramatische und lustige. Und es ist gut, dass es gerade derzeit zwischen Pandemie, Kriegsgefahr und Klimawandel auch Themen gibt, über die man den Kopf schüttelt oder einfach schmunzelt.

Ein solches Thema ist die Forderung nach der Umbenennung des Rechbergs, die ein Unbekannter unter dem Pseudonym „Swaggish Gmuend“ da erhebt. Immerhin befassen sich hunderte von Menschen damit - und deshalb ist es auch ein Thema für die Zeitung. Die Prunksitzung der Gmender Fasnet wäre es auch, auch wenn die Büttenreden nicht immer hochpolitische Statements sind. Wir brauchen auch mal niveauvollen Unsinn.

Zudem ist dem unbekannten Hill-Fan sehr zugutezuhalten, dass sich seine Äußerung im Netz in Sachen Intelligenz diametral unterscheidet von anonym geposteten Hassbotschaften. Um nochmal einen Leser zu zitieren: „Der Holy Mountain (Heiliger Berg, d. Red.) wird nicht umbenannt. Der spinnt wohl.“ Recht hat er. Und ich bin mir sicher, der anonyme Swaggish Gmuend wird den letzten Satz des Lesers hinnehmen - ebenfalls schmunzelnd. ⋌Wolfgang Fischer

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