Wo Informatik kinderleicht wird

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Ausstellungseröfnung Lego PH
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Grundschüler aus sieben Schulen präsentieren ihre gewitzten Ideen zu FIRST LEGO League Explore - an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd.

Schwäbisch Gmünd

Am Samstag wurde man in der Pädagogischen Hochschule Zeuge, wie Grundschülerinnen und Grundschüler über sich hinauswachsen. Voller Eifer präsentierten elf Teams aus sieben Schulen aus der Region  ihre Vorschläge bei der vierten Ausstellung der „First Lego-League Explore“.

Vielfältiger hätten diese kaum sein können, wie das Gutachterteam feststellte. Laura Abt und JunProfessor Dr. Jan Winkelmann von der PH sowie Dr. Erika Lahnsteiner (Leiterin des Explorhino in Aalen) und Christiane Huber, stellvertretende Geschäftsführerin „Schule Wirtschaft“ Baden-Württemberg ließen sich bei ihrem Gang entlang der Präsentationen viel Zeit. Und kamen stellenweise aus dem Staunen nicht heraus. Denn der Nachwuchs im Grundschulalter überraschte mit viel Kreativität und einer Leichtigkeit, mit der an die Aufgabenstellung herangegangen worden war. Über zwölf Wochen befassten sie sich mit dem Thema „Cargo Connect“ – Gestalte den Transport der Zukunft. „Ich bin sehr gespannt, was für Vorschläge dabei herausgekommen sind“, hatte Professor Silke Ladel in ihrer Begrüßung am Samstagmorgen an der festgestellt. Stunden später zeigte sich die Leiterin des Math Activity Centers und des MINT Education Labs begeistert über die Ergebnisse.

Ohne Hemmschwellen

Alle Teams starteten vor Wochen mit denselben Aufgaben und Voraussetzungen. Nämlich mit gelben Kästen, gefüllt mit Legosteinen, einer Spielmatte und den technologischen Voraussetzungen, diverse Programmierungen vorzunehmen. Das Ergebnis wurde am Samstag auf den einzelnen Teamtischen dargestellt. „Es geht darum, die mathematische Kompetenz zu fördern und neugierig auf Informatik zu machen. Ohne Hemmschwellen, spielerisch“, beschrieb Ladel den Sinn des Angebots. Die Kinder ließen sich nicht lange bitten.

Hier wurde eine Pinguinfabrik kreiert, da ein Schloss mit Ventilatoren. Gegenüber gab’s eine Gummibärchenfabrik und ein Transportschiff, das mittels iPad gesteuert wurde. Ebenso wie mancher Lastwagen oder auch Ventilator an den Legohäusern. „Und die Gummibärchen werden nun an Supermärkte geliefert. Etwa nach New York“, erklärte Aris, während er mittels iPad mit dem Steuern begann. Derweil erklärten die Teammitglieder Emil und Marven, dass neben der Fabrik auch eine Toilette gebaut wurde. „Und gegenüber gibt’s noch ein Schloss“, legte Marven noch einen drauf. Die Fragen der Gutachter und Gutachterinnen wurden emsig beantwortet. So konnte man etwa von Moritz und Micha in Erfahrung bringen, dass in der Pinguinfabrik Adventskalender hergestellt werden. Und darunter war ein Sortierzentrum angesiedelt. Mittels computergesteuertem Schiff wurden die Kalender übers Meer transportiert.

Analog und digital hatten sich die Grundschüler ans Werk gemacht. Manche Schule war bereits zum dritten Mal bei dieser Ausstellung vertreten. Alle Präsentationen waren didaktisch durchdacht, selbst programmiert und aufgebaut.

Informatik ist in den Lehrplänen der Grundschulen nicht verankert. Ebenso wenig im Lernalltag der Studierenden, die einmal an Grundschulen unterrichten werden. So werden die PH-Studierenden durch „Mint Education Lab und Co“ zu „Multiplikatoren“, frühe Herangehensweise an das Thema Informatik und Mathematik wird so garantiert. Wie unbefangen und begeistert Kinder damit umgehen, zeigte sich am Samstag deutlich.

Ausstellungseröfnung Lego PH
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