Wo sich Politik, Kontrabass und Alphorn treffen

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Robert Abzieher

Am Pfingstmontag feiert Robert Abzieher seinen 60. Geburtstag.

Schwäbisch Gmünd. Wirtschaft, Kommunalpolitik, Kultur und Gesellschaft, das berufliche und private Engagement Robert Abziehers deckt ein breites Spektrum ab. An diesem Pfingstmontag feiert er seinen 60. Geburtstag. Viele kennen den Inhaber der Firma Abzieher Versicherungsmakler und Finanzberater aus seiner Zeit in der Kommunalpolitik. Anfang der 1980er-Jahre zählt er zu den ersten Mitgliedern im neu gegründeten Ortsverein der Grünen in Heubach, sagt sich von ihnen los und legt eine politische Pause ein. 1987 tritt er in die FDP ein, ist zehn Jahre Kreisvorsitzender, mehrere Jahre Bezirksvorsitzender und Mitglied im Landesvorstand. Dem Gmünder Gemeinderat gehört er zehn Jahre lang an, davon mehrere Jahre als Fraktionsvorsitzender. „Eine wichtige Zeit für die Stadt“, sagt er im Rückblick. Zunächst beschäftigt ihn dort der Schuldenabbau, „wir haben uns in der Haushalts-Strukturkommission intensiv damit beschäftigt“. Ab 2003 stellt Schwäbisch Gmünd die Weichen für die Zukunft. Abzieher erinnert an die Pläne des damaligen Baubürgermeisters Hans Frieser für eine Landesgartenschau in der Stadt, an die Bewerbung im gleichen Jahr. „Damit wurde in der Zeit von Oberbürgermeister Wolfgang Leidig die Grundlage für die Stadtentwicklung Schwäbisch Gmünds gelegt.“ Ein Glücksfall für ihn die Umsetzung mit OB Richard Arnold. Auch der Bau des Einhorn-Tunnels fällt in diese Zeit.

Die Kultur liegt Robert Abzieher am Herzen, auch in der Kommunalpolitik. Er erinnert sich an sein Engagement für das Schattentheater. Die Stadt hatte dessen Initiator Rainer Reusch keinen Platz für die Sammlung der Schattenfiguren in Aussicht gestellt. „Die waren schon verpackt für den Abtransport“, so Abzieher. Es sei ihm gelungen, die Stadt zu einem anderen Entschluss zu bewegen.

Der Politik kehrt Robert Abzieher dann den Rücken, er ist seit 2020 auch parteilos - dafür auf vielen anderen Feldern engagiert. Als Vorsitzender des Fördervereins der Städtischen Musikschule, als stellvertretender Vorsitzender des Vereins Städtepartnerschaft. Er ist im Vorstand der Erika-Künzel-Stiftung, unterstützt die „Herzenswege“ und widmet sich auch dem Bildungsbereich. So hat er seit 2012 einen Lehrauftrag der der Hochschule für Gestaltung, unterrichtete an der Dualen Hochschule Heidenheim und war bei der IHK Prüfer für Versicherungskaufleute. Durch das gleichzeitige Engagement in der Musikschule und der Städtepartnerschaft entstehen Synergieeffekte, Robert Abzieher organisiert und unterstützt den musikalischen Austausch , ob mit Faenza oder Antibes. Die musikalische Leidenschaft erfasst ihn auch selbst, als „Spätberufener“, wie er selbst sagt, lernt er mit 45 Kontrabass an der Musikschule. Seither tritt er mit Ensembles wie dem Barockorchester Großdeinbach oder dem Kammerorchester Rosenstein auf. Auch das Alphorn hat es ihm angetan. Auftritte mit dem „Ensemble Naturton“ bei der CMT, im Freilichtmuseum Wackershofen oder beim Folkmusikfestival in der Partnerstadt Faenza stehen auf der Liste seiner Aktivitäten.

Berufliche Fortbildung ist für ihn da fast selbstverständlich. Den Bachelor-Abschluss macht er während seiner Berufstätigkeit, er wird zum Stiftungsberater, Ruhestandsplaner, bildet sich in der Testamentsvollstreckung und Generationenberatung fort. Den Geburtstag feiert er im kleinen Kreis der Familie, gemeinsam mit seiner Frau Beatrix Schniertshauer-Abzieher und den drei Kindern. kust

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