Kommentar: Der Pächterwechsel in der Stadtgarten-Gastronomie

Zu Mut und Ideen braucht es Kontinuität

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Julia Trinkle
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Mut bringen die neuen Pächter der Gastronomie im Congress-Centrum Stadtgarten (CCS) mit: Die Gastrobranche leidet extrem unter den Coronaschließungen. Doch das CCS-Gastroangebot mit Rokokoschlösschen, Stadtgartenrestaurant und der Bewirtung der CCS-Veranstaltungen ist an sich schon eine Herausforderung, an der bereits einige gescheitert sind. So ist dies seit 2010 der vierte Pächterwechsel.

Dabei ist Kontinuität so wichtig in der Gastronomie, die von ihrem Ruf lebt.
Schade, dass der seitherige Betreiber Safet Ljajka Insolvenz anmelden musste und der Insolvenzverwalter keine Aussicht auf Erfolg für ihn im CCS sah. Denn es waren gute Ansätze vorhanden. Das erkennen seine Nachfolger Fabian Verdenik und Philipp Jordan im Team mit dem erfahrenen Gastronomen Hannes Barth und wollen manches übernehmen: etwa schwäbische Kost im Rokokoschlösschen und vielleicht Überraschungsmenüs im Restaurant. Wenn sie dabei mehr auf Regionales und Nachhaltigkeit setzen, liegen sie im Trend der Zeit. Genauso mit ihren Ideen für Eventgastronomie.
Gutes Personal ist für das Gelingen die Grundvoraussetzung. Genauso, dass die Chefs vor Ort sind. Das nehmen sich Fabian Verdenik und Philipp Jordan vor, auch um den Kontakt zu den Gästen zu pflegen. Dies ist wichtig in der Gastronomie und ein Pluspunkt im Gegensatz zu Catering-Angeboten.
Es ist ein Glück für Gmünd, dass die Stadt nicht wie andere auf Caterer zur Bewirtung des Congress-Centrums zurückgreifen muss. Die Stadt tut gut daran, sich jetzt für die Zeit nach Corona zu wappnen – um den großen Hunger der Menschen nach Treffen mit anderen und nach besonderen Erlebnissen stillen zu können.

Mehr dazu:

- Gastronomie im CCS hat neue Pächter

-Im Stadtgarten sollen auch Küchenpartys steigen

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