21 Grad im Götzenbachsee

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21 Grad am Morgen: Die Temperatur und damit die Sauerstoffsättigung im Götzenbachsee sind derzeit o.k. für die Fische.
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Die kühlen Nächte haben den Fischen in den Stauseen im Schwäbischen Wald gutgetan.

Göggingen. Gerd Zidorn hat am Morgen nachgemessen: 21 Grad im Wasser des Götzenbachstausees, damit ist er recht zufrieden. „Er hat schon 26 Grad gehabt“, sagt der zweite Gewässerwart des Bezirksfischereivereins Lein-Rems. Das Ende der Hitzewelle und die in letzter Zeit kühlen Nächte haben die Lage für die Fische in den Stauseen im Schwäbischen Wald entspannt.

Drei Rückhaltebecken betreut der Verein: die Stauseen Reichenbach, Rehnenmühle und Götzenbach. „An allen dreien gibt es auch noch Zufluss“, sagt Zidorn. Die Temperaturmessung spielt eine so wichtige Rolle, weil kühleres Wasser mehr Sauerstoff aufnehmen kann, den die Fische zum Überleben brauchen. Bei 21 Grad besteht keine Gefahr für die Tiere.

Götzenbach kippt als Erstes

Wenn im Götzenbachsee alles in Ordnung ist, muss Zidorn die anderen Seen nicht untersuchen, weil das für diese dann erst recht gilt. Denn der See bei Göggingen ist am schnellsten vom Umkippen bedroht: „Er hat am wenigsten Zufluss und am meisten Sonneneinstrahlung, außerdem viel Düngereintrag von landwirtschaftlichen Feldern“, erklärt Zidorn. Gegenstück ist der Reichenbachsee bei Spraitbach. „Der liegt in einem Waldgebiet und hat einen sehr guten Zufluss.“

Schlechte Lage an den Bächen

Viel schlechter ist die Lage in den Fließgewässern rund um Gmünd, deren Fischbestand der Verein auch betreut. Der Strümpfelbach bei Bettringen ist derzeit am Trockenlaufen, für den Waldstetter Bach oberhalb der Kläranlage gelte das auch, so Zidorn. Die Diskussion im Verein, ob man Bodenseewasser aus dem Wassernetz einkauft, um die Bäche zu speisen, sei beendet im Verein. „Wir machen das nicht.“ Dem Menschen seien einfach Grenzen gesetzt. Wenn Fische sterben, „das ist dann leider Natur, und Igel und Wanderratte freuen sich über leicht zu bekommende Nahrung“.

Götzenbachstausee. Foto: aks

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