Abtsgmünd erhält umfangreiche Eckener-Sammlung

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Bürgermeister Armin Kiemel (r.) bedankte sich im Namen der Gemeinde bei Bettina und Thomas Goetze, als er gemeinsam mit Richard Scharpfenecker (l.) die Eckener-Sammlung entgegennahm. ⋌Foto: pr

Erbengemeinschaft von Heinrich Rummel überlässt 126 Radierungen als Dauerleihgabe, Ausstellung ist geplant.

Abtsgmünd. Der bereits 2005 verstorbene Kunstkenner Heinrich Rummel war ein ausgewiesener Experte und Sammler des Abtsgmünder Malers Alexander Eckener. Nach dem Tod seiner Frau Renate im Frühjahr dieses Jahres hat nun die Erbengemeinschaft der Gemeinde Abtsgmünd seine umfangreiche Eckener-Sammlung als Dauerleihgabe überlassen.

Heinrich Rummel, der selbst kurze Zeit in Abtsgmünd gelebt hatte, war nicht nur äußerst kunstaffin, sondern auch der Gemeinde Abtsgmünd sehr verbunden. Unter anderem hatte er für die Eckener-Ausstellungen in den Jahren 1970 und 1994 gesorgt. Jahrelang stand er in regem Austausch mit dem Abtsgmünder Historiker und Archivar Richard Scharpfenecker. Dieser hatten den Kontakt zur Familie Rummel auch nach dessen Tod aufrecht gehalten. Daher war es zu einem großen Teil auch Scharpfeneckers Verdienst, dass nun dem Wunsch von Heinrich Rummel nachgekommen werden konnte und seine beeindruckende Eckener-Sammlung der Gemeinde Abtsgmünd als Dauerleihgabe übergeben werden konnte.

Die Eckener-Sammlung, die Rummel über Jahrzehnte zusammengetragen hatte, umfasst insgesamt 126 Radierungen von Alexander Eckener. Diese wurde nun von der Erbin Bettina Goetze und ihrem Ehemann, stellvertretend für die Erbengemeinschaft Bettina Goetze und ihrem Bruder Martin Schötzki vom Böckel, an die Gemeinde übergeben. Die Werke werden nun gesichtet und archiviert und bald der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Maler und Grafiker Alexander Eckener wurde am 21. August 1870 in Flensburg geboren. Mit 18 begann er ein Studium an der Kunstakademie München und an der Stuttgarter Akademie. Anschließend gründete er eine private Radierschule in Stuttgart, die unter anderem auch von der Abtsgmünder Emma Joos besucht wurde.

Starke Verbindungen

Von 1919 bis zu seinem Tod am 26. Mai 1944 war sein Feriendomizil das Landhaus des bereits im Jahr 1914 verstorbenen Freundes Friedrich von Keller in Abtsgmünd, welches der Familie während des Zweiten Weltkrieges auch als Zufluchtsort diente. Eckener selbst verstarb im Alter von 73 Jahren im Aalener Krankenhaus und wurde in Abtsgmünd beigesetzt, wo die Gemeinde ein Ehrengrab errichtete und eine Straße nach ihm benannte.

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