Am Dorfplatz braucht's radikale Schnitte

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Gut zwei Duzend Mitstreiter waren am Dorfplatz und am Berg Mori zugange.
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Zwei Jahre Pause machen sich bemerkbar: Viel zu tun gab es für die Zimmerbacher Dorfgemeinschaft bei der Grünpflege von Dorfplatz und „Berg Mori“.

Durlangen-Zimmerbach. Dass zwei Jahre lang nichts am Dorfplatz in Zimmerbach getan wurde, zeigte sich deutlich an der großen „Winterfit-Aktion“ der Dorfgemeinschaft. Zwei Dutzend Mitglieder rückten am frühen Samstag dem Wildwuchs und dem Laub zu Leibe. Der Rollsplitt vom vergangenen Winter wurde zusammengekehrt und, nachhaltig denkend, zurück in die Splittbehälter verbracht. Säcke- und wannenweise kehrten die Mitstreiter mit Rechen und Mistgabel das Laub zusammen.

Und sie entwickelten dabei interessante Techniken, das Verfahren zu beschleunigen. Der sechsjährige Linus war erst mit einem Kinderbesen damit beschäftigt, Schmutz und Laub unter der alten Kirchenglocke, die auf dem Dorfplatz ihren Ehrenplatz erhalten hat, hervor zu kehren, später beschäftigte sich der Knirps damit, den Sand im Sandkasten ordentlich einzuebnen. Der neunjährige Morit zeignete sich perfekt zum „Laubstampfen“, so konnte von der „bunten Pracht“ deutlich mehr in den Anhänger geladen werden. Erfreulicherweise sei kaum Müll auf dem Gelände gefunden worden, zeigt sich der Dorfgemeinschaftsvorsitzende Adolf Gottwald zufrieden.Trotzdem gab es mehr als genug zu tun, mit „schwerem Gerät“ ging es den wuchernden Bodendeckern an den Kragen, es herrschte klare„Gewaltenteilung“, die Herren schneiden, die Damen kehren.

Immer mehr Helfer erschienen zum Ort des Geschehens, mit Gartenscheren wurde den überall aufgetauchten Brombeersträuchern der Garaus gemacht, Bahn um Bahn stutze Josef Eret mit der Motorsense das Unkraut am Hang. Heckenscheren kamen zum Einsatz um den Büschen zur Straße hin Herr zu werden und diesen wieder einen „Fassonschnitt“zu verpassen. Dabei war etwas Vorsicht geboten „die Abdeckplatten an der Stützmauer sind lose“, erklären Adolf Gottwald, Cornelius Diemer und Egon Müller, eine Lösung für dieses Problem stehe schon länger auf der „To-do-Liste“, eine Umsetzung ist bisher nicht gelungen. Auch die Umgestaltung und Neubepflanzung des nicht gerade attraktiven Hangs musste auf „irgendwann nach Corona“ verschoben werden. Nahezu jedes Laubblatt wurde akribisch von den Tannen gefegt und Moritz war ganz im Glück, er durfte mit Opa Adolfs Laubbläser durch die Gegend werkeln.

Die Berge aus Heckenschnitt und entferntem Unkraut wuchsen immer mehr an und die Brüder Albert und Rudi Gottwald zogen ganze Baumstämme aus dem Dickicht - „alles, was wild wächst, muss weg“. Das eine um das andere Mal transportierte Adolf Gottwald den Hecken-und Baumschnitt zur Entsorgung ab. Matthias Mezger nahm sich de rDornenhecke beim angrenzenden ehemaligen Kühlhaus an „jetzt wird der Dorfplatz aus dem Dornröschenschlaf geweckt“, lacht der ehrenamtliche Landschaftsgärtner.

Während der Dorfplatz auf Hochglanz getrimmt wurde, waren andere Mitstreiter am „Berg-Mori“beim Dorfbrunnen nicht untätig. Der idyllische Platz, mit seinem steinernen Aufgang zum Steinkreuz, und den gepflegten Rebstöcken ist die blühende Visitenkarte des Ortes und wird ganzjährig von Ehrenamtlichen gepflegt, Blumen gepflanzt und Unkraut gejätet. Am Samstag ging es dann noch ein Stück weiter in „die Tiefe“. Die Rosenbüsche wurden gestutzt, die Treppen hinauf zur Straße entmoost und richtig viel zu tun gab's an dem steilen Weg, von dem nach dem Einsatz von elektrischem und manuellem Gerät vor lauter Unkraut- und Efeuschnitt nichts mehr zu erkennen war, dafür wurde allerdings die massive Sandsteinmauer sichtbar „ich wusste nicht dass hier eine Mauer ist“, flachsten die ehrenamtlichen Helfer die sich am Ende der gelungenen Aktion mit einem handfesten Vesper stärken konnten.

Erstaunlich wenig Müll lag herum.“

Adolf Gottwald,, Vorsitzender
Gut zwei Duzend Mitstreiter waren am Dorfplatz und am Berg Mori zugange
Gut zwei Duzend Mitstreiter waren am Dorfplatz und am Berg Mori zugange.
Gut zwei Duzend Mitstreiter waren am Dorfplatz und am Berg Mori zugange.
Gut zwei Duzend Mitstreiter waren am Dorfplatz und am Berg Mori zugange.
Gut zwei Duzend Mitstreiter waren am Dorfplatz und am Berg Mori zugange.
Gut zwei Duzend Mitstreiter waren am Dorfplatz und am Berg Mori zugange
Gut zwei Duzend Mitstreiter waren am Dorfplatz und am Berg Mori zugange
Gut zwei Duzend Mitstreiter waren am Dorfplatz und am Berg Mori zugange
Gut zwei Duzend Mitstreiter waren am Dorfplatz und am Berg Mori zugange

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