Baufortschritt nun deutlich sichtbar

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Das Gerüst ist weg: Die neue Farbkonzeption, die das Schulzentrum Leinzell jetzt mit der Sanierung bekommt, ist an der Fassade des Realschulgebäudes bereits erkennbar.

Leinzeller Gremium vergibt Aufträge über knapp zwei Millionen Euro für die Schulsanierung. Preise sieben Prozent günstiger als kalkuliert.

Leinzell

Sind wir froh, dass wir solche Preise bekommen haben“, sagte Leinzells Bürgermeister Ralph Leischner nach der Vergabe des zweiten großen Aufgabenpakets für die Generalsanierung am Schulzentrum am Dienstag im Gemeinderat. Im Blick hatte er, dass die Aufträge in Höhe von knapp zwei Millionen Euro insgesamt sieben Prozent unter den kalkulierten Kosten geblieben sind. „Denn die eingesparten 140 000 Euro brauchen wir als Puffer“, erinnerte er daran, dass es immer wieder „Überraschungen“ bei Sanierungen im Bestand gebe.

Auch Werner Möbius (BL/CDU) fand das Ergebnis der Ausschreibungen „toll“. Zumal momentan die Preise auf dem Bausektor in die Höhe schießen, da viele Rohstoffe in die USA oder nach China exportiert werden. „Glück gehabt“, beschrieb Leischner, dass es etwa bei den Fensterbauarbeiten zwar nur ein Angebot gab, dieses jedoch mit 319 794 quasi „eine Punktlandung“ gegenüber der Kostenberechnung war. Mit Bedauern informierte er darüber, dass die örtliche Fensterbaufirma kein Angebot abgegeben habe, weil die Auftragsbücher voll seien. So ging der Auftrag an die Firma TFL in Herlikofen. Leischner beschrieb die Vorteile der beschränkten Ausschreibung: „Dann kommen Firmen aus der Region zum Zug.“

Das Ausschreibungsergebnis bei den einzelnen Gewerken zeigte zudem, dass Firmen, die bereits am ersten Bauabschnitt beteiligt waren, jetzt erneut günstige Angebote abgegeben haben. „Die Baustelle läuft einfach sehr gut“, sagte Leischner. Er sparte nicht mit Lob für die Planer von SSM-Architekten, die Architekten Nicolas Müller und Rainer Wolf sowie die Schulleitung. „Hier wird nicht im Kreis herumdiskutiert, sondern alle sind verlässlich“, sagte Leischner. Zudem zollte er der Schulleitung Respekt zu ihrem „unglaublichen praktischen Wissen“.

Über den aktuellen Baustand und den weiteren Zeitplan informierte Architekt und Bauleiter Rainer Wolf. So ist etwa derzeit die neue Heizung für die einzelnen Gebäude bereits umgeschlossen und werden momentan Sanitäranlagen saniert.

Rohbauarbeiten bis Pfingsten

Bis zu den Pfingstferien erfolgen die Rohbauarbeiten – so werden etwa die Fundamente für die weiteren Fluchttreppen gelegt. Das Realschulgebäude RSA sei mittlerweile zu 96 Prozent saniert, so Wolf. Eine Koordinationsaufgabe werde noch die Sanierung der Hausmeisterwohnung, da sie während der Renovierung bewohnt bleibt. „Wir geben unser Bestes, aber gegen den Staub können wir nichts machen“, bemerkte Wolf.

Beim Gebäude der Werkrealschule werde ab den Sommerferien von oben nach unten saniert, zudem erfolge die Dachsanierung der Realschule. Der Großteil aller Sanierungsarbeiten sei bis Jahresende auf jeden Fall fertig, sagte der Architekt zu. Wiederum die Außenanlagen werden im kommenden Frühjahr gestaltet.

Warten auf Zuschussbewilligung

Bürgermeister Leischner kündigte an, dass die Verwaltung bezüglich der Kosten für die Schulsanierung im Sommer einen „scharfen Cut“ mache. Denn dann liege der Betrag vor, den es aus dem Fördertopf des Ausgleichstocks gebe. „Dann sehen wir, was wir noch an Kredit benötigen, auch bezüglich des neu zu bauenden Regenüberlaufs“, sagte er.

Die Arbeiten für den Regenüberlauf wurden ebenfalls vom Gemeinderat für knapp 194 000 Euro vergeben. Baustart soll am 23. August sein, das Bauende ist auf Ende Oktober terminiert. Die Arbeiten wurden an die Firma Hans Ebert aus Pommertsweiler vergeben.

Die Baustelle läuft einfach sehr gut.“

Ralph Leischner,

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