Baustart fürs neue Feuerwehrgerätehaus steht fest

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Rechts oben, neben dem Weiher in Schechingen, soll ein Solarpark entstehen.
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 Schechinger Gemeinderat befasst sich mit dem Solarpark und dem Feuerwehrgerätehausanbau.

Schechingen.  Der Gemeinderat hat verschiedene Arbeiten für den An- und Umbau am Feuerwehrgerätehaus vergeben - und ist dabei fast 19 000 Euro unter der Kostenberechnung geblieben, die Architekt Jochen Hermann Ende 2021 vorgelegt hatte. Aller aktueller Preisentwicklung zum Trotz sorgten die Ergebnisse der beschränkten Ausschreibung in der jüngsten Sitzung für Erleichterung. Lediglich bei technischen Gewerken, um die sich Fachingenieure kümmerten, gab es Mehrkosten. Doch auch für die gibt’s gute Gründe. Denn zwischenzeitlich wird eine unabhängige Stromversorgung der Feuerwehrhäuser gefordert, wie Dagobert Waldenmaier vom Ingenieurbüro Beirle erläuterte.

So wird die geplante PV-Anlage auf dem Dach von bislang zehn auf 26 KW/P vergrößert (60 Prozent der Dachfläche sind jetzt Vorschrift). Zudem wird noch ein Speicher fürs Warmwasser installiert. Hier schlummern rund 60 000 Euro Mehrkosten. „In den technischen Bereichen sind die Preise explodiert, kommen aber nicht bei den Handwerkern an, die Hersteller kassieren ab“, so der Architekt.

 Jochen Hermann erklärte, dass durch die Vergaben bereits 93 Prozent aller Gewerke abgedeckt sind. Vorab hatte Bürgermeister Stefan Jenninger informiert, dass zwischenzeitlich die Baugenehmigung im Rathaus angekommen sei. Zwar lägen die Zuschussbescheide noch nicht vor, dafür gebe es ein Unbedenklichkeitsbescheid. Daher konnten die Vergaben vorgenommen werden.

Offizieller Baustart ist Ende August. Bereits jetzt startet die Feuerwehr mit vorbereitenden Maßnahmen auf der Zufahrtsfläche. Wenn alles gut läuft, soll die Gebäudehülle bis zum Winter „dicht“ sein, so dass mit dem Innenausbau gestartet werden kann“, kündigte der Architekt an.

Infos zum Solarpark

Nach der ersten „Auslegungsrunde“ bei den Behörden und der Öffentlichkeit bezüglich des Bebauungsplans „Solarpark „Gröninger Feld“, erläuterte Planer Jochen Roos in der Sitzung die eingegangenen Anregungen. Auf diese wurde nun in der Planung eingegangen. So wird beispielsweise die Höhe der Solarmodule von vier Meter auf 3,80 Meter verringert. Diese Maximalhöhe gilt auch für das Technikgebäude. Bezüglich des Biotopverbunds soll sowohl im südlichen als auch im nördlichen Grenzbereich der Anlage eine acht Meter breite Feldhecke gepflanzt werden. Durch die Stellungnahme der Modellflieger wird diesen nun ein Schlüssel gegeben, mit dem sie abgestürzte Modelle aus dem Solarpark bergen können.

Allgemein informierte Jochen Roos, dass der Investor von einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan in einen „normalen „geswitched“ hat. Grund: Beim vorhabenbezogenen B-Plan „muss jedes Schräubchen sitzen“. Auf Anfrage erklärte Bürgermeister Jenninger, dass der städtebauliche Vertrag zwischen Gemeinde und Investor „für beide Verfahren gilt“.

Landschaftsarchitektin Sigrid Bombera präsentierte in der Sitzung die Entwurfsplanung für die Neugestaltung des Schulhofs. Rund 360 Quadratmeter wurden so als Hoferweiterung unter die Lupe genommen. Multifunktionsspielgeräte und ein grünes Klassenzimmer könnten verwirklicht werden.  Da man sich jedoch Synergieeffekte mit dem benachbarten Kindergarten, der künftig erweitert werden soll, verspricht, wurde die Planung zwar sehr begrüßt, aber in den Herbst vertagt. ⋌Anja Jantschik

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