Beleidigende Transparente abgebaut

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In Tonolzbronn sind Transparente entfernt worden, die den Landrat angreifen.

Tonolzbronn. Ungewöhnlicher Polizeieinsatz am Montag in Tonolzbronn: Dort sind unter Aufsicht von Polizeibeamten Transparente an einem Haus entfernt worden, auf denen Landrat Dr. Joachim Bläse beleidigt wird.

Die Plakate hat ein Landwirt aus dem Ruppertshofener Teilort aufgehängt, die Ursache seines Tuns ist ein viele Jahre alter Grundstücksstreit des Mannes mit verschiedenen Behörden. Seine Vorwürfe stehen auf Schildern, die er an der Straße aufgestellt hat, oder in zahllosen handgeschriebenen Schmähbriefen, die er an Behörden oder Medien schickt. Insbesondere gegen den jeweiligen Landrat, früher Klaus Pavel und heute Dr. Joachim Bläse, richtet sich sein Zorn. „Landrat Pavel, wir sind nicht beim Hitler“, hieß es zum Beispiel in einem Brief, in dem er auch von „den Schlägern der Polizei“ geschrieben hat.

Nun sind die schmähenden Transparente in Tonolzbronn „auf richterlichen Beschluss hin“ abgebaut worden, sagt Polizeisprecher Bernd Märkle, nachdem Landrat Bläse Anzeige erstattet hatte. Es laufe ein Ermittlungsverfahren, so Märkle. Polizeibeamte waren vor Ort, die Arbeit habe der örtliche Bauhof erledigt. Der Urheber der Plakate war dem Polizeisprecher zufolge auch als Beobachter zugegen, es ist aber alles friedlich und glatt verlaufen. „Der Mann hat seinen Unmut geäußert, aber es kam zu keinen Zwischenfällen.“

Den Landwirt verbindet inzwischen eine längere Historie mit den Behörden. Im Februar dieses Jahres etwa war er vor Gericht gestanden, weil er auf seinem Grundstück Schilder mit Hakenkreuzen aufgestellt hatte. Polizisten hatten sie entfernt, er hatte neue aufgestellt. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm daraufhin einen Strafbefehl über eine achtmonatige Bewährungsstrafe zugestellt. Das Gericht verhängte zudem die Auflage, 1800 Euro an den Hilfs- und Wohltätigkeitsverein Schwäbisch Gmünd zu bezahlen.

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