Bürgermeister Leischner: Haben keine Null beim Förderantrag vergessen

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Bauantrag für Rieg-Areal liegt nun vor. Bürgermeisterwahl ist am 27. März 2022 in Leinzell. Grundsteuer wird erhöht.

Leinzell. Die Amtszeit von Leinzells Bürgermeister Ralph Leischner endet am 31. Mai 2022. Bereits im September gab er bekannt, dass er nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten werde. Die Gemeinderäte entschieden am Dienstag, dass die Bürgermeisterwahl am 27. März stattfinden wird. Es wird ein Wahllokal, die Kulturhalle geben. Bewerbungen sind ab dem 8. Januar 2022 auf den Chefsessel im Rathaus möglich. Bis spätestens 28. Februar müssen diese abgegeben sein. Eine Kandidatenvorstellung, sofern dies Corona zulässt, soll am 12. März in der Kulturhalle stattfinden. Die Stellenausschreibung erfolgt in den lokalen Tageszeitungen sowie im Staatsanzeiger und im Amtsblatt.

Mittlerweile ist das Baugesuch für die sieben Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 49 Wohnungen auf dem „Rieg-Areal“ in Leinzell eingegangen. Hierüber informierte Leischner die Gemeinderäte und kündigte an, dass wohl bereits im Januar darüber beraten werden wird. Sofern bis dahin die Stellungnahmen des Landratsamts eingegangen seien. Unter die Wohnanlage wird eine große Tiefgarage gebaut. Das Grundstück sei mittlerweile von einem Investor gekauft worden, berichtete Leischner. Oliver Barth hatte Zweifel, dass man bereits im Januar das Bauvorhaben thematisieren kann. Grund: Es gilt vieles zu erörtern. Etwa die Zufahrten und ähnliches.

„Der Investor ist nicht unter Zeitdruck und wir auch nicht“, antwortete Leischner. Und war sich sicher, dass der Investor ohnehin erst mit dem Bau beginnt, wenn der Großteil der Wohnungen verkauft ist. Eine Anliegerinfo ist bereits erfolgt.

Durch Wegzug scheidet Hannah Staudenmaier als Gemeinderätin aus. Zweieinhalb Jahre war sie Gremiumsmitglied. „Danke für die Erfahrung“, betonte sie, dass sie als „alte Leinzellerin“ immer wieder vor Ort sein werde. Bürgermeister Leischner, Peter Schaile und Werner Möbius bedankten sich bei ihr für die Zusammenarbeit. Der Bürgermeister hob ihr Engagement für die Jugend und im Gremium der Partnerschaft zu Danjoutin hervor. In der kommenden Sitzung im Januar wird Alexandra Bockmeyer (FW) als Nachrückerin verpflichtet.

In seinem Jahresrückblick erinnerte Leischner an die Friedhofsanierung, an den bau des Regenüberlaufs, an die Generalsanierung der Verbundschule und vieles mehr.

Am 29. Dezember Impftermin

Auch die beiden Impftermine kamen zur Sprache. Hier informierte er, dass am 29. Dezember zum dritten Mal das Impfteam in Leinzell sein wird. Er appellierte, zur Impfung zu gehen. Und machte deutlich, dass er zwar selbst einen Impfdurchbruch hatte, also an Corona erkrankt war, aber dies „gut überstanden“ habe. Zudem wollte er mit dem Gerücht aufräumen, das momentan durch Leinzell geistert. Dieses behauptet, dass die Gemeinde beim Zuschussantrag für den Ausgleichstock eine Null vergessen und somit nicht eine Million Euro, sondern nur 100 000 Euro beantragt habe. Mittels Beamer warf er den Antrag, der Ende Januar ans Regierungspräsidium ging, an die Wand.

Bereits in der vergangenen Sitzung einstimmig beschlossen, erfolgte am Dienstag einstimmig die Satzungsänderung für die Erhöhung der Hebesätze bei der Grundsteuer A und B von 430 Punkte auf 590 Punkte. Die Gewerbesteuer steigt von 375 auf 395 Prozentpunkte. Nur so kann das 900 000-Euro-Loch, das durch den zu geringen Landeszuschuss aus dem Ausgleichstock gerissen wurde, gestopft werden. Denn nur mit dieser von der Aufsichtsbehörde geforderten Steuererhöhungen darf Leinzell einen entsprechenden Kredit aufnehmen, wie Leischner erinnerte. Anja Jantschik

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