Das Amtshaus als Geduldsprobe

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Bis zum inzwischen perfekt isolierten Dach kann Bürgermeister Klemens Stöckle derzeit im Innern des Amtshauses nach oben gucken. Der Haupteingang wird auf die Giebelseite verlegt (oben rechts). Teilweise zeigen die Wände die alte Bauweise.
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Warum die Baustelle am historischen Gebäude in der Schönhardter Straße für den Bürgermeister und die Sanierer eine Herausforderung ist und wie es weiter geht.

Iggingen

Diese Baustelle stellt des Bürgermeisters Geduld wirklich auf die Probe:. Denn das alte Gemäuer widersetzt sich bislang allen Versuchen, den Bauablauf im Vorfeld präzise zu takten. „Jeder Balken muss eben erst frei gelegt werden, ehe absehbar ist, wer als Nächstes daran arbeiten muss“, beschreibt Klemens Stöckle zum Beispiel. Manchmal muss ein Betonsockel drunter gesetzt werden, um Gewicht abzufangen, ein andermal setzt der Zimmermann ein neues Balkenstück an. Oder im besten Fall kann das „Fundstück“ so verwendet werden, wie es in der Wand freigelegt ist. Wobei den Schultes eine Erkenntnis inzwischen tröstet: Im Erdgeschoss, weiß er, ist es am schlimmsten. Denn dort wurde im historischen Amtshaus einst auch Vieh gehalten, weshalb es feucht war und die Fäulnis in die Wände kriechen konnte.

Feuchtigkeit machte den Sanierern auch am Fundament im Stallbereich das Leben schwer. Durch die Wand der ehemaligen Sickergrube ist Oberflächenwasser aus dem Hang ins Gebäude gelaufen. In etwa einen Meter breiten Abschnitten wurde das teils zerbröselte Fundament auf der Südwestseite des Gebäudes nun mit Betonsockeln unterfangen. „Das ist jetzt dicht“, sagt Stöckle zufrieden und freut sich, wenn in diesen Tagen der Vorbau für den Eingang geliefert und montiert wird.

Denn der Haupteingang ins ehemalige Amtshaus wird wieder an die attraktive Fachwerkfront im Süden verlegt - wo auch eine Terrasse mit etwa 20 Sitzplätzen entsteht. Diese soll, ebenso wie das Erdgeschoss „einer auf den Ort zugeschnittenen Gastronomie“ Raum bieten, erklärt Stöckle. Sobald die Böden und Decken eingezogen sind und damit die Größe und der Zuschnitt der Gasträume real vorstellbar sind, mache man sich auf die Suche nach einem geeigneten Betreiber oder einer Betreiberin. „Ich bin schon jetzt gespannt, welche Konzepte uns vorgestellt werden“, verrät der Bürgermeister und ergänzt, dass dafür auch über den derzeit laufenden Bürgerprozess noch Ideen und Anregungen gesammelt werden sollen. Stöckle, der gerne schon im Sommer das Amtshaus eröffnet hätte, weiß inzwischen, dass er sich wohl länger gedulden muss. „Zum Ende des Jahres, sollte das meiste durch sein“, meint er aber.

Ich bin schon jetzt gespannt auf die Konzepte.“

Klemens Stöckle,, Bürgermeister

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