Das Mega-Blaulichtprojekt gedeiht

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Robert Kruger beim Richtspruch von der Empore hinunter in die künftige Fahrzeughalle.

Warum Bürgermeister Armin Kiemel beim Richtfest mit Superlativen nicht spart.

Abtsgmünd. Bürgermeister Armin Kiemel sparte am Freitag beim Richtfest des Abtsgmünder Rettungszentrums nicht mit Superlativen. Er war es, der vom "Mega-Blaulichtprojekt" sprach, mit Baukosten von 5,8 Millionen Euro – wobei das Gebäude des Roten Kreuzes noch gar nicht mitgezählt ist.

Gute Nachrichten waren es, die beim Richtfest verbreitet wurden. So sei das Projekt im Zeit- und im Kostenplan. Ende des Jahres sollen die letzten Arbeiten ausgeschrieben werden. Man rechne damit, es vom 2. bis 4. Juli 2021 mit einem großen Fest einweihen zu können, zeigte Kiemel Optimismus. Zumindest, was das Bauen anbelangt.

Abtsgmünd habe Weitsicht bewiesen mit der Entscheidung, dieses Rettungszentrum zu erstellen. Wobei durchaus auch das Weltgeschehen eine Rolle spielte. Denn hätte es damals die Weltwirtschaftskrise nicht gegeben, hätte die Gemeinde wahrscheinlich 2009 bei der Altschmiede ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut. Denn das Rathaus, wo sie seit 1976 residiert, ist der Feuerwehr seit Langem zu eng.

Nun bekommen die Floriansjünger Platz für fünf Fahrzeuge, eine Waschbox, Schulungsräume und Büros sowie einen Übungsturm.

Die Polizei erhält zwei Garagen, eine Arrestzelle, Büros und Lagerraum und einen speziell gesicherten Raum für Waffen.

Das Rote Kreuz, dessen Quartier der DRK-Kreisverband Aalen in Eigenregie gleich westlich anschließt, wird vier Fahrzeugboxen haben, zwei davon für die Rettungswache. Die beiden anderen für den DRK-Ortsverein, der ins Gebäude der Rettungswache integriert wird.

Eine Besonderheit des Rettungszentrums: die Blaulichtorganisationen müssen bei einem Einsatz nicht das Gewerbegebiet Osteren durchqueren. Für sie wird eine Rettungsaus- und -zufahrt von der B 19 gebaut. "So wird schnelle Hilfe für die Bevölkerung von Abtsgmünd und darüber hinaus garantiert", sagte der Gesamtkommandant der Abtsgmünder Feuerwehr, Holger Schmid. Er dankte den am Bau beteiligten Firmen und Mitarbeitern und wünschte einen weiter unfallfreien Bauverlauf.

Reiner Möller, Präsident des Polizeipräsidiums Aalen, begrüßte launig die "künftigen WG-Mitbewohner". Es freue in, dass das Projekt eng mit dem Polizeiposten Abtsgmünd abgestimmt worden sei. Besonderen Anteil daran habe der langjährige Postenleiter Albrecht Reichl, der Ende dieses Monats in den Ruhestand gehe. Daniel Dittrich wird sein Nachfolger Vier Kolleginnen und Kollegen werden künftig dort für die etwa 13 000 Einwohner von Abtsgmünd, Dewangen und Fachsenfeld zuständig sein, sagte Möller.

Zu der immer wieder aufgeworfenen Frage, ob in Abtsgmünd nicht doch ein zweites Polizeiauto stationiert werden sollte, sagte Möller nichts.

Schließlich kam die Tradition der Richtfeste zu ihrem Recht. Zimmerermeister Robert Kruger von der Firma Holzbau Kruger brachte den Richtspruch aus. Aber wegen des Nieselregens nicht vom Dach, sondern innen von der Empore herunter.

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