Das Mutlantis wird 2022 teilsaniert

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Im Mutlantis in Mutlangen sollen im kommenden Jahr die ersten Arbeiten zur Teilsanierung beginnen, für die Vorbereitungen muss das Freizeitbad bereits am Ende dieses Jahres vorläufig schließen.
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Das Mutlanger Gremium will den ersten Bauabschnitt am Freizeitbad starten, das dafür Ende diesen Jahres geschlossen werden muss.

Mutlangen

Nägel mit Köpfen machten die Mutlanger Gemeinderäte am Dienstag. Denn es erging der Grundsatzbeschluss, dass der erste Bauabschnitt am Freizeitbad Mutlantis im Rahmen der Teilsanierung gestartet wird. Bereits in der Dezembersitzung sollen die ersten Gewerke vergeben werden. Was bedeutet, dass 2022 die Sanierungsphase eingeläutet wird.

Bauamtsleiter Volker Grahn kündigte an, dass das Mutlantis Ende 2021 seine Pforten schließen und für die Sanierung vorbereitet wird. Viele Punkte stehen auf der Agenda zum ersten Bauabschnitt. Etwa die energetische Dachsanierung, Gewerke im Bereich der Badewasser-Technik, die Sanierung der Leitungen und Verrohrungen sowie unter anderem der Austausch der Chlorgasanlage durch eine Chlorelektrolyseanlage. Zu letzterer bemerkten die beiden Ingenieure Matthias Zeidle und Phillipp Klein vom Planungsbüro IWITI: „Der Schwimmbadgeruch verschwindet größtenteils.“ Auch wird das große Becken mit Edelstahl ausgekleidet.

Insgesamt 2,86 Millionen Euro verschlingt dieser erste Bauabschnitt. Aufgrund von nötigen Umplanungen bei der Dachsanierung – die Glaselemente müssen gegen ein Pultdach ausgetauscht werden – sowie wegen neuer Vorgaben in Sachen Brandschutz muss mit einer Kostensteigerung von rund 250 000 Euro gerechnet werden, wie Grahn erklärte.

Inge März erkundigte sich, ob auf das Dach eine Photovoltaikanlage installiert werden könne. Der Bauamtsleiter antwortete, dass dies momentan geprüft werde. Martin Schurr wollte wissen, wie der technische Stand nach dem ersten Bauabschnitt sei. Hierzu erinnerte Bürgermeisterin Stephanie Eßwein, dass man nicht davon ausgehen könne, dass im Bad dann für die nächsten 25 Jahre „Ruhe“ sei. Denn es handle sich nur um eine Teilsanierung. Und keine Generalsanierung. Diese hätte um die acht Millionen Euro verschlungen angesichts der Baupreissteigerung, mutmaßte sie. Daher habe man ja eine Teilsanierung im Blick. Und auch diese sei nur vorbehaltlich einer Zuschussbewilligung machbar. Ingenieur Klein veranschaulichte: „Der erste Bauabschnitt spielt sich im Keller und auf dem Dach ab.“ Er meinte, dass dann im zweiten Bauabschnitt, der je nach Finanzierbarkeit starte, eventuell die Sanitärbereiche drankämen. Auch die Bürgermeisterin bedauerte, dass dieser erste Bauabschnitt nichts mit einer Attraktivitätssteigerung zu tun habe. „Jetzt wird zuerst das Wichtigste erledigt, wo die Zeitbombe am lautesten tickt.“

Eva Schneider vom Förderverein Mutlantis nutzte die Bürgerfragestunde, um um den Erhalt des beliebten Whirlpools zu bitten. Doch Eßwein erinnerte an den Gemeinderatsbeschluss, dass dieser demontiert wird. Räumte aber ein, dass sie selbst zwar den Erhalt unterstützt hätte, doch die marode Technik des Whirlpools eine klare Sprache spreche. Harald Pfitzer erkundigte sich nach ungefähren Kosten für die Sanierung des Whirlpools. Klein bezifferte diese auf eine Summe zwischen 30 000 und 50 000 Euro. Bis auf das Becken selbst sei alles marode. Und klare Regeln des Gesundheitsamts müssten bezüglich Technik und somit Wasserqualität des öffentlichen Whirlpools eingehalten werden.

Melanie Kaim erkundigte sich angesichts der Preissteigerung, die sich bereits jetzt zeige, wo die „Deadline“ für die Sanierung liege. Oder, ob man eine „Verschuldung bis zum Sankt Nimmerleinstag“ wolle? Kämmerer Friedrich lange verwies darauf, dass es mehr um die laufenden Kosten gehe. Es sei gelungen, diese zu senken. Durch das „Privileg eines Bundeszuschusses“, sah er keine Probleme mit einer Kreditaufnahme. Er empfahl, die Sanierung anzugehen. Bis auf Melanie Kaim und Klaus Vogel waren alle Gemeinderäte dafür.

Wo die Zeitbombe am lautesten tickt.“

Stephanie Eßwein,, Bürgermeisterin, zur Reihenfolge der Sanierungsmaßnahmen

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