Der Einzug kann im Frühsommer sein

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Noch vor der Zeit startet der Innenausbau des neuen Verwaltungsverbandsgebäude im Gewerbegebiet Leinzell-Göggingen. Im Frühsommer wird bereits eingezogen.
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Im Gewerbegebiet Leinzell/Göggingen wächst derzeit das Verwaltungsgebäude für die sechs Gemeinden des Verbandes Leintal-Frickenhofer Höhe. Ein Besuch auf der Baustelle.

Leinzell/Göggingen

Der Platzmangel in den Büros des Verwaltungsverbands Leintal-Frickenhofer Höhe ist schon lange legendär. Mehrere Mitarbeiter teilen sich in der oberen Etage des Leinzeller Rathauses einen Raum, die Ordner mit Akten beherrschen die Regale bis zur Decke. Ein Besprechungszimmer sucht man vergebens. Höchste Zeit, dass sich das ändert - zumal in dieser Angelegenheit Licht am Ende des Tunnels erkennbar ist: Im interkommunalen Gewerbegebiet Leinzell-Göggingen entsteht momentan das neue Verbandsgebäude des Verwaltungsverbands.

Lange hatten sie um den geeigneten Standort gerungen, die Kommunen Leinzell, Göggingen, Eschach, Schechingen, Obergröningen und Iggingen. Doch jetzt werden rund 2,26 Millionen Euro für den Neubau ausgegeben. Die meisten Gemeinden erhielten für diese Investition Zuschuss aus dem Topf für finanzschwache Gemeinden (Ausgleichstock).

Nachdem im Juli mit dem nötigen Erdmanagement gestartet werden konnte, wurde anschließend die Bodenplatte betoniert und schließlich die Holzrahmenkonstruktion gestellt. Mittlerweile ist die Fassade nahezu fertig gestellt, die Fenster sind drin.

Aktuell werden die Estriche für die Fußbodenheizung angeheizt. „Das Gebäude liegt exakt im Zeitplan“, stellt Architekt Jochen Hermann zufrieden fest. Und stapelt damit tief, denn eigentlich ist man vor der Zeit. Folglich freut sich der aktuelle Verbandsvorsitzende und Leinzells Bürgermeister Ralph Leischner über eine Baustelle, die zügiger als erwartet voranschreitet. Er verrät, dass bereits für Ende Mai die Endreinigung terminiert ist. Was bedeutet, dass im Juni umgezogen werden könnte und nicht erst im September wie eingangs anvisiert „Ich bin mehr als zufrieden“, beschreibt Leischner. Wohl wissend, dass das Zeitkorsett für den Neubau sehr eng geschnürt ist. Er bedauert hier, dass er den Einzug nicht mehr „live“ mitbekommt, scheidet er doch im Mai aus dem Amt aus.

Nach dem Jahreswechsel soll der Innenausbau starten. Dann sind die Fliesenleger und weitere Gewerke am Zug.

Der Einzug der insgesamt zehn Verbandsmitarbeiter (8,5 Stellen) wird eine logistische Herausforderung. Unzählige Akten werden ihren Weg vom bisherigen, Verwaltungsgebäude beim Leinzeller Rathaus, hoch ins Gewerbegebiet antreten. Aber der Geschäftsführer des Verwaltungsverbands, Wilfried Binder, ist aber zuversichtlich, dass sein Team hoch motiviert ist. Übrigens, Glasfaser gibt’s am neuen Standort bis ins Gebäude. „Ein Quantensprung“, wie Binder bereits beim Richtfest vor wenigen Monaten feststellte.

Im Neubau sind insgesamt zehn Büros untergebracht. Zusätzlich können zwei Büros eingerichtet werden, wenn die Registratur nur noch digital agiert. Sprich kein Papier-Archiv mehr vorgehalten werden muss, weil alles nur noch elektronisch gespeichert wird. Die notwendige Digitalisierung ist am Werden.

Auch gibt’s in dem Zweckbau ein Besprechungszimmer, Sanitärräume, eine Teeküche und ein besonderes Schmankerl: Die Verkehrsfläche, also der großzügige Flurbereich, kann für Sitzungen genutzt werden. Insgesamt verfügt das Gebäude über rund 500 Quadratmeter Nutzfläche. Im Außenbereich werden 17 Parkplätze angelegt, der vorhandene Fußweg nach Leinzell wurde als eine der ersten Maßnahmen bereits seitlich am Grundstück verlegt.

Architekt Jochen Hermann aus Lorch spricht von einem Bau mit Weitsicht, der in Holzrahmen-Konstruktion erstellt wurde. Eine Erweiterungsoption sei damit gegeben: Es könnten bei Bedarf problemlos weitere Büroräume einfach angedockt werden. Die nötigen Leerrohre wurden jedenfalls mitverlegt.

Geheizt wird durch eine Luft-Wärme-Pumpe in Verbindung mit einer Fußbodenheizung, die Wärme im Gebäude verteilt. Die hinterlüftete Fassade verfügt über eine Wärmedämmung von 28 Zentimeter, das Dach hat ein Gefälle von zwei Prozent.

Der Glasfaseranschluss ist ein Quantensprung.“

Wilfried Binder,, Verbandsgeschäftsführer
Jetzt steht der Innenausbau an.
Das neue Verwaltungsgebäude in Leinzell

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