Der Gschwender Rathausneubau soll 2024 starten

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Mit der Präsentation der Projekte, die im kommenden Jahr finanziert werden sollen, haben die Haushaltsplanberatungen in Gschwend begonnen.
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Gemeinderat befasst sich mit Haushalt 2022, Gemeindewald und vertagt Erweiterung des Quarzsandwerks.

Gschwend. Salopp formuliert geht die Gemeinde Gschwend in den kommenden vier Jahren bezüglich der Investitionen in die Vollen. Dies zeigte sich am Montag deutlich, als Bürgermeister Christoph Hald den Haushalt für 2022 einbrachte. Persönlich, da Kämmerin Jasmin Jeske erkrankt ist. Somit ging er selbst sehr detailliert auf das Zahlenwerk ein. Was bedeutete, dass er mit dem Gemeinderat die 267 Seiten in der Sitzung durchforstete.

Andreas Joos wollte dennoch mehr Information bezüglich der einzelnen Anträge, etwa in Sachen Feuerwehr, Kindergärten und Schule. Diese werden nachträglich dem Gremium zugesandt, wie Hald zusagte.

Unterm Strich machte er aber klar, dass die Anträge allesamt in den Etat eingeflossen sind. Und dankte bei dieser Gelegenheit der Feuerwehr für „die gute Eintaktung und gute Gespräche“.

Hauptamtsleiterin Elisabeth Wilk informierte, dass die Schulen keine Anträge gestellt haben. Wiederum bei den Kindergärten gehe es um relativ kleine Posten. Etwa Malerarbeiten oder neue Stühle.

Für große Investitionen werden bereits im Etat 2022 die Weichen gestellt. Etwa für den Rathausneubau, für den sich eine Planungsrate mit 100 000 Euro findet. Der eigentliche Bau soll 2024 starten. Für die Baukosten von sechs Millionen Euro, aufgesplittet in zwei Jahre, wird mit einem Zuschuss von 60 Prozent gerechnet, wie Hald erläuterte.

Unter anderem finden sich auch 150 000 Euro für eine Bauhof-Lagerhalle und ein Salzsilo mit 45 000 Euro. Glatte zwei Millionen Euro will Gschwend auch 2022 fürs schnelle Internet investieren. 90 Prozent werden hierbei künftig durch die Bund-Land-Förderung aus dem „Weiße-Flecken-Programm“ refinanziert.

Auch gut 200 000 Euro werden in Kanalsanierungen investiert. Und 240 000 Euro finden sich für den Mehrgenerationen-Freizeit-Erholungspark am Badsee. Rund 300 000 Euro sollen für Umgestaltungen auf dem Friedhof, unter anderem für neue Bestattungsarten, ausgegeben werden. Und die Ortskernsanierung Gschwend II präsentiert sich mit 600 000 Euro sowie mit 100 000 Euro für Umgestaltungsmaßnahmen im Sanierungsgebiet.

Die Gschwender Feuerwehr erhält zudem für 50 000 Euro einen Container ans Magazin angedockt, um bis zum Bau eines neuen Rettungszentrums, der für 2026 anvisiert ist, nicht weiter unter einem Platzmangel leiden zu müssen, wie der Bürgermeister erklärte. Sein Fazit zum Etat 2022: „Wir stehen soweit gut da.“ Denn alles, was man dachte, dass es kommen wird, „haben wir bepreisen können“. In der kommenden Sitzung wird der Etat beraten.

Mit froher Botschaft reiste Revierförster Jörg Vetter an. Denn aus seinem Bericht ging hervor, dass der Gschwender Wald 2022 ein Plus von rund 38 000 Euro erwirtschaften wird. Und: Der Käfer hatte dank der Niederschläge in diesem Jahr Probleme mit der Fortpflanzung. Gab es 2020 noch 267 Festmeter Käferholz, so musste man 2021 nur 59 Festmeter Käferholz einschlagen. Auch der Holzpreis entwickle sich positiv, unterliege jedoch Schwankungen. „Und das macht uns Sorgen.“ Im Frühjahr gibt's eine Waldbegehung.

Vertagt wurde der Punkt, der sich mit der Erweiterung des Quarzsandwerks Lang GmbH & Co.KG befasste. Hald berichtete von Stellungnahmen einer Bürgervereinigung, die an das Regierungspräsidium in Freiburg, weitergeleitet wurden. Grund: Dieses leitet das Verfahren. Hald kündigte an, dass RP-Vertreter in der Sitzung am 29. November per Video zugeschaltet werden und auf die Stellungnahmen eingehen werden. Anja Jantschik

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