Diese Scheuer ist eine Ideenschmiede

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Angehende Forstwirte vom Hohenohl tüfteln mit ihren Ausbildern an einer neuen Idee für den Märchenwald.
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Wie die angehenden Forstwirte vom Ausbildungsstützpunkt Hohenohl bei Gschwend sich über ihre Lerninhalte hinaus für die Allgemeinheit einsetzen. Die Kugelbahn ist saniert und barrierefrei.

Gschwend

Aus der Scheune kommt Stimmengewirr. Es wird hörbar debattiert. Und gelacht. Und gearbeitet. Denn hier wird im Team etwas Neues ausgetüftelt, das bis zum Sommer aufgestellt werden soll im Märchenwald. Was, das lassen die Auszubildenden vom Hohenohl bei Gschwend noch nicht raus. „Wird nicht verraten“, sagt Revierleiter Gottlieb Zimmermann mit viel versprechendem Grinsen. Aber Fakt ist, dass es wieder ein echter Hingucker werden wird für die Spaziergänger im Märchenwald bei Gschwend. Und es wird natürlich aus Holz sein. Wie es sich eben für angehende Forstwirte gehört.

Bereits erledigt hat das Team die Erneuerung der Kugelbahn unter der Anleitung der Ausbilder Klaus Sanwald und Bernd Maier. Diese ist nun zentraler aufgebaut und vor allem barrierefrei begehbar. Und bestückt mit gleich drei Murmelautomaten nebeneinander. „Dann muss man nicht so oft auffüllen“, erklärt der Revierleiter augenzwinkernd. Und blickt zurück: Mitte Juli 2021 hatte man die erste Kugelbahn aufgestellt. Und gleich einen Volltreffer damit gelandet. Denn gut 1000 Murmeln wurden hier von Waldbesuchern auf die Reise geschickt. Und nun ist deren Begleitung - ob mit dem Kinderwagen oder dem Rollator – „alles kein Problem“, wie Zimmermann versichert.

Doch natürlich haben die Auszubildenden auch noch vieles andere im Zuge ihrer Lehre zu tun. So wird momentan etwa wieder aufgeforstet, gepflanzt. Und die Holzernte ist ebenfalls noch nicht ganz erledigt. Gottlieb Zimmermann verdeutlicht einmal mehr, wie facettenreich die Ausbildung zum Forstwirt ist.

Und noch ein Projekt hat man im Auge. Saisongerecht, denn es geht um den Osterweg. Auch dieser soll heuer erneut aufgebaut werden. Nicht auf der Trasse des Krippenwegs, sondern rund um Hohenohl weiter oben, in Richtung Rotenhar. Ebenfalls eine Initiative der evangelischen Kirche, der Kindergärten und Schulen. Und natürlich von den Forstspezialisten. Die stellen die einzelnen Stationen im Wald auf. Unter Anleitung der Ideengeberin, Kirchengemeinderätin und Religionspädagogin Jutta Zimmermann. „Die Ostergeschichte kann man natürlich nicht ändern“, beschreibt der Revierleiter. Aber dennoch gesellen sich zu den chronologisch aufgestellten Stationen des Leidens Christi in diesem Jahr noch neue Szenen hinzu. Etwa die über den Zweifler Thomas oder auch die des Verrats.

„Es wird erneut eine schöne Gemeinschaftsproduktion, an der sich auch die Kinder einbringen können“, meint Zimmermann. Denn es wird gebastelt und gemalt. Außerdem wird die Beschriftung angefertigt, die Erläuterungen zu den Stationen im Wald gibt. „Die ist schon wichtig, schließlich wollen wir auch Impulse geben“, argumentiert Zimmermann.

Die Mitarbeiter des Forstes suchen dann die passenden Plätze aus entlang des Weges, der die Ostergeschichte erzählt. Und so werden bei den Besuchern alle Sinne angesprochen. Ganz abgesehen davon, das Körper, Geist und Seele zudem im Wald jede Menge Erholung finden. Einem Osterspaziergang der besonderen Art steht dann nichts mehr im Weg.

An Palmsonntag sollen alle Stationen aufgebaut sein, ein Gottesdienst wird dann den Osterweg dann eröffnen. Und das neue Projekt, das die angehenden Forstwirte momentan vorbereiten, soll dann wenig später platziert werden. Man darf gespannt sein.

Das sind Impulse für den Osterspaziergang.“

Gottlieb Zimmermann,, Revierleiter

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