Dorfgemeinschaft stemmt Kraftakt

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Die Dorfgemeinschaft Frickenhofen hat in Rekordzeit einen Wasserspielplatz. Im Frühjahr können die Kinder ihn offiziell in Betrieb nehmen.
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Die Bürgerschaft hat den Wasserspielplatz beim Dorfhaus in Frickenhofen in Eigenregie fertiggestellt. Im Frühjahr wird er offiziell an die Kinder übergeben.

Gschwend-Frickenhofen

Eigentlich ist das das Wunder von Frickenhofen“, stellt Doris Hees strahlend fest. „Stimmt“, pflichtet ihr Janine Hörmann bei. Die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft erinnert daran, dass vor gut zwei Wochen erst die eigentlichen Bauarbeiten am Wasserspielplatz begonnen haben. Viel Arbeit war angesagt. Zum einen galt es, die Buchshecke vorsichtig zu versetzen, zum anderen standen Erdarbeiten für die Wasserführung an. Dann musste gepflastert und beispielsweise mancher Stein „gelocht“ werden. Schließlich sollen die Kinder wirklich mit dem Wasser spielen können.

Professionelle Hilfe und fachmännische Umsetzung der ehrenamtlichen Planung von Landschaftsarchitektin Jutta Brock war durch die Mitarbeiter der Firma Feuchter aus Göggingen gewährleistet. „Als wir den Zuschlag für die Arbeiten bekamen, dauerte es gerade mal drei Tage, bis wir starteten“, erinnert sich Chef Holger Feuchter. Parallel dazu krempelten die Mitglieder der Dorfgemeinschaft die Ärmel hoch und packten an. Denn viele Pflanzen mussten umgesetzt werden für den Wasserspielplatz.

„Wir haben alles verarbeitet, was rauskam“, erklärt Doris Hees. Und deutet dabei auf die Kräuterschnecke, deren Form durch steinerne Findlinge entstanden ist. „Und gestern wurden noch der letzte Träubles-Busch gepflanzt und die letzten Osterglocken gestupft.“

Der Zeitdruck war enorm, denn die Endabrechnung für die Arbeiten muss bis Dienstag bei der „Leader“-Zuschussstelle in Murrhardt liegen, sagt Jutta Brock. Aber das Gemeinschaftswerk ist gelungen, auch wenn es zwischendurch nicht rosig aussah, wie Walter Hees informiert. Die Kosten waren zu hoch, die Planung musste reduziert werden. „Das Projekt erhält nur den 13 000-Euro-Zuschuss, wenn die Gesamtkosten nicht über 20 000 Euro gehen“, erklärt Christoph Hald. Der Bürgermeister ist begeistert vom Erreichten. Walter Hees dankt ihm und dem Gemeinderat fürs „Mut machen“. Halds Antwort: „Nicht Mut, ich hab‘ wohl eher Druck gemacht.“ Denn er wollte partout nicht, dass der zugesagte Zuschuss zurückgeht. Fünf Gschwender Kleinprojekte erhielten in dieser Tranche eine Förderung der Europäischen Union, bemerkt er.

Janine Hörmann kündigt an, dass der Wasserspielplatz im Frühjahr offiziell in Betrieb genommen wird. Allerdings senkt sie ihren Blick, wenn sie zum Wasserhahn blickt. „Da sollte eigentlich eine Schwengelpumpe sein“, erklärt Walter Hees. So hofft die Dorfgemeinschaft nun auf Spender, denn „dafür hatten wir einfach kein Geld“.

Spendenkonto: Raiffeisenbank Mutlangen, IBAN DE50 61361975 0017 5280 03

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