Das Gebot zu niedrig und die Zusage zu vage

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Warum eine Hofstelle in Zimmerbach an eine Immobilienfirma geht.

Durlangen. Die innerörtliche Bauentwicklung in Zimmerbach mit dem geplanten Erwerb einer brachliegenden Hofstelle ist nicht so ausgegangen, wie vom Gremium und der Verwaltung gewünscht. Den Grund musste Bürgermeister Dieter Gerstlauer dem Durlanger Gemeinderat am Freitagabend erläutern. Ein privater Bieter habe für das Grundstück ein höheres Gebot abgegeben, der Hofstellenbesitzer habe angenommen und an eine Immobilienbaufirma verkauft. Dies sei für die Gemeinde sehr bedauerlich, meinte der Bürgermeister.

Auf Nachfrage von Patrick Steinbrück nach einer mündlichen Zusage des Grundbesitzers an die Gemeinde, von der Gerstlauer in einer vorangegangenen Sitzung berichtet habe, musste dieser nun von einer „mündlichen Absichtserklärung“ sprechen, die nicht mit einem notariell beglaubigten Vertrag verglichen werden könne. Vom Gemeinderat sei ein klarer Beschluss über den Kaufpreis ergangen, den die Verwaltung nicht aus eigenen Stücken um 30 000 Euro erhöhen könne.

Vielleicht eine Initialzündung

Für Martin Lorenz war es ein Trost, dass die Gemeinde bei der Gestaltung der zu erwartenden Neubauten ein gewisses Mitspracherecht habe. Tatsächlich wusste Gerstlauer bereits von Plänen des Privatinvestors, die ebenfalls vier Parzellen mit Bebauung umfassten. „Hochhäuser sind nicht geplant“, sagte er.

Gerstlauer sieht auch durchaus einen positiven Aspekt an der Sache. Das geplatzte Verfahren könne eine Initialzündung für die innerörtliche Entwicklung sein, das andere Bauherren zum Bauen animiert. Wichtig sei: „Das Grundstück wird bebaut.“

Die angrenzende Straße, der Hagebuchweg, verfüge nicht über einen Straßenrand und eine Entwässerung, auch sei für diesen Weg kein Straßenausbauplan vorhanden. Bis geklärt ist, in welcher Form die Straße ausgebaut werden muss, können die hierfür im Haushalt eingestellten Gelder nicht für andere Zwecke umgeschichtet werden, gab Gerstlauer zu bedenken.

Lückenschluss für den Radweg

Der Lückenschluss am Radweg entlang der B 298 bei der Amandusmühle rückt in greifbare Nähe. Für diesen „für Durlangen wichtigen Radweg“ sei der Baubeginn für Anfang April anvisiert, sagte Gerstlauer.

Wie es um die Planungen für das Seniorenwohnheim im Zeiren stehe, wollte Bärbel Kenner wissen. Dazu berichtete Gerstlauer, dass für das 13 Millionen Euro kostende Projekt ein Bauunternehmer gefunden worden sei. Er hoffe, in der kommenden Woche weitere Informationen zu erhalten, etwa dazu, wann es „dort losgeht“.

Zum beschädigten Flutlicht am Sportgelände erläuterte Gerstlauer, dass das Material bestellt und der Auftrag zur Reparatur erteilt worden sei. Die Beleuchtung soll sofort nach Lieferung des Materials instandgesetzt werden.

Einstimmig beschloss das Gremium den Haushalt für 2022 und den Investitionsplan der Gemeinde bis 2025 und zollte Kämmerin Susanne Rothaupt Respekt für das umfangreiche Zahlenwerk. ⋌Andrea Rohrbach

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