Der Bedarf für ein Pflegeheim ist hoch

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Ein Blick - quasi vom Rathausdach die Waldstraße entlang in Richtung Osten - auf Durlangen aus der Luft. Foto: Anja Jantschik
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Wie die Durlanger Bürgerinnen und Bürger ihre Gemeinde einschätzen und welche Wünsche und Anregungen die Umfrageteilnehmer auf den Bögen vermerkt haben.

Durlangen

Mit 6.0 Punkten haben die Durlanger ihre Gemeinde im Endergebnis ziemlich genau ins Mittelfeld der 42 Kommunen im Kreis katapultiert. Was die geringe Verkehrsbelastung betrifft, gibt es mit 8,2 Punkten die höchste Note. Dahinter rangiert die Sicherheit mit 7,0 Punkten. Und auch der Immobilienmarkt kommt gut weg.

Anregungen und Wünsche betreffen einerseits die Bereiche, die überall im Ländlichen Raum unbefriedigend sind: der Busverkehr und die Gesundheitsversorgung. Wobei es in Durlangen im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden immerhin noch eine Hausarztpraxis gibt. So dass einer der Hinweise - „keinerlei Fachärzte“ - doch ein sehr idealistisches Bild des Landlebens vermuten lässt.

Anders ist es mit dem Bedarf für ein Pflegeheim. Viele wissen, dass der Gemeinderat dafür schon seit vielen Jahren ein Areal zur Verfügung gestellt hat. Dass es schon einige Modelle für die Umsetzung gab. Und viele hoffen, dass das Vorhaben nun bald auch tatsächlich kommt. „Der Bedarf ist hoch“, versichert ein Umfrageteilnehmer. Auch würde, schreibt ein anderer, „die Infrastruktur dann besser zur Altersstruktur im Dorf passen“.

Jugendliche und ihre Eltern sind da ganz anderer Meinung. Sie wünschen sich mehr Treffmöglichkeiten für die junge Generation und mehr Angebote für die Jugend.

Und auch „ein Busticket, das weniger oder gar nichts kostet“, käme dieser Bevölkerungsgruppe sehr zugute. „Dann würde ich kein zweites Auto für unsere Familie brauchen“, schreibt ein Umfrageteilnehmer und bestätigt damit, was viele kritisieren: „Die Taktung des öffentlichen Nahverkehrs ist stark verbesserungsfähig - vor allem abends und an den Wochenenden“, fasst eine Anmerkung dies trefflich zusammen. Auch hier wären die jugendlichen Durlanger sicher froh, wenn es mehr Möglichkeiten gäbe.

Dickes Lob gibt es von etlichen Seiten für die Vereinskultur und das ehrenamtliche Engagement - für das man sich aber mehr Unterstützung und Wertschätzung von Seiten der Gemeinde wünscht. Hier lasse man Potenziale ungenutzt, kritisiert ein Umfrageteilnehmer. Andere mahnen mehr Offenheit, Transparenz und Bürgernähe in der Kommunalpolitik und -verwaltung an. Eine weitere Anmerkung wittert sogar „Machenschaften im Hintergrund“. Wieder ein anderer hegt darüber hinaus den Wunsch, dass „die Menschen hier Zugezogenen freundlicher und aufgeschlossener begegnen“ könnten und ergänzt, „erst recht gegenüber Nichtschwaben“.

Eine freundlichere Gestaltung des Orts mit Blumen und Pflanzungen findet sich auf einem weiteren Wunschzettel. Und schließlich die Mahnung, dass man „die landwirtschaftliche Struktur“ in der Gemeinde erhalten möge.

Alle Ergebnisse finden Sie auf www.tagespost.de/ostalbcheck

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