Der graublaue Aluminiumkoloss ist endlich da

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An einem Stück geliefert und eingesetzt: Die Geh- und Radwegbrücke aus Aluminium an der Amandusmühle.
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Warum sich die Bauarbeiten für den Geh- und Radweg an der Amandusmühle zwischen Mutlangen und Spraitbach so lange hingezogen haben und wann die Route freigegeben wird.

Durlangen

Das war der Plan: Vom 4. April bis Anfang Juli sollte der Geh- und Radweg zwischen Mutlangen und Spraitbach im Bereich der B 298 bei der Amandusmühle bei Durlangen gebaut werden, samt neuer Brücke über die Lein. „Ein wichtiger Lückenschluss im bestehenden Geh- und Radwegenetz“, hatte das Regierungspräsidium damals formuliert.

„Jetzt ist es Mitte Oktober und die Lücke gibt es immer noch.“ Was ist los, fragen sich viele Radfahrbegeisterte. Es gebe das sogar das Gerücht, dass die bereits fertige Brücke das falsche Maß gehabt habe und neu angefertigt werden musste, sagt einer der Interessierten.

Die Nachfrage beim Regierungspräsidium als zuständiger Behörde bringt Licht ins Dunkel - auch wenn sie das Gerücht nicht bestätigt. Sprecherin Josephine Palatzky gibt als Grund für die Verzögerung um rund drei Monate „unplanmäßige Erschwernisse in der Bauausführung“ an. Vor allem habe sich herausgestellt, dass der Untergrund nicht ausreichend tragfähig gewesen ist, sodass „zusätzliche Verbesserungsmaßnahmen“ notwendig wurden. Als dann die gemauerten Widerlager rechts und links der Lein standen seien Lieferschwierigkeiten bei der Brückenkonstruktion dazu gekommen. Das Material für die aus einem Stück gefertigte Aluminiumbrücke sei lange nicht verfügbar gewesen.

So gesehen war es quasi ein Freudentag für das Projekt, als an diesem Donnerstag der in elegantem blaugrau legierte Koloss geliefert und die Brückenkonstruktion vor Ort in einem Handstreich platziert werden konnte. Nun gelte es noch, den Anschluss der Brücke an den Radweg herzustellen. Arbeiten, die nach Einschätzung der Experten in den nächsten zwei bis drei Wochen abgeschlossen werden könnten. Radsportler und Freizeitradler können sich also auf eine Freigabe Ende Oktober oder Anfang November einstellen.

Der rund 115 Meter lange Neubauabschnitt bei der Amandusmühle ist Teil der Radwegenetzkonzeption des Ostalbkreises. Der Bund investiert mit dieser Maßnahme rund 400 000 Euro in den Ausbau der Infrastruktur.

Widerlage Brücke Amandusmühle
Die Verbindung unter der B298 muss noch hergestellt werden

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