Durlanger Räte für leichte Erhöhung der Kita-Beiträge

Gremium beschließt zudem geänderte Friedhofssatzung für eine vorzeitige Grabauflösung.

Durlangen. Nicht alle Gemeinderäte konnten sich in der jüngsten Sitzung mit der angestrebten Erhöhung der Gebühren für den Kindergarten „Pusteblume“ anfreunden. Die Kommune hatte 2,9 Prozent vorgeschlagen und orientierte sich dabei an den Empfehlungen des Städtetags, des Gemeindetags und der Kirchen.

Diese Steigerung bleibe bewusst hinter den tatsächlichen Kostensteigerungen, sagte Bürgermeister Dieter Gerstlauer. In Durlangen schlagen sich die Erhöhungen in Beträgen nieder, die im einstelligen Eurobereich liegen. Zwar seien die Erhöhungen „nicht dramatisch“, sagte Gemeinderätin Bärbel Kenner, aber dennoch könne man die Erhöhung „als Zeichen der Gemeinde dieses Jahr aussetzen“, schlug sie vor. Viele Familien hätten dieses Jahr wegen Corona Probleme, auf den Rücken der Familien sei vieles ausgetragen worden, und man wisse ja auch gar nicht, wie es weiter gehe: „Es ist nicht so wahnsinnig viel, was uns verloren geht.“

Dagegen rechnete Bürgermeister Gerstlauer vor, dass es immerhin um die 35 000 Euro seien, die dann der Kommune entgingen. Und es sei ein Verlust auf dem Weg, die Deckungslücke zu schließen. Immerhin werde landesweit angestrebt, rund 20 Prozent der Betriebsausgaben durch die Elternbeiträge abzudecken. Das werde Durlangen nicht erreichen, prophezeite der Verwaltungschef. Und die Lücke durch eine Verschiebung der Gebührenangleichung vergrößere sich. Immerhin sei Durlangen mit der Höhe der Beiträge an der „unteren Kante“. Mit der Erhöhung schaffe man keine Härtefälle. Er halte eine Verschiebung der Gebührenerhöhung für falsch. Vor allem auch deswegen, weil es keinen anderen Weg für die Kommune gebe, die dann fehlenden 35 000 Euro zu erwirtschaften.

Mehrheitlich lehnte der Gemeinderat es ab, die Gebühren dieses Jahr nicht zu erhöhen und stimmte dem Verwaltungsvorschlag zu.

Gleichzeitig beschloss das Gremium eine Änderung der Friedhofssatzung, nach der ein Grab auch vor Ablauf der Ruhezeit ohne besondere Begründung aufgelöst werden kann. Bisher hat das die Gemeinde nur in begründeten Sonderfällen genehmigt. Für die Neuregelung wurde auch gleich eine Gebührenordnung konstruiert, die eine Pflegegebühr von 50 Euro pro Doppelgrab, 25 Euro pro Einzelgrab und 15 Euro pro Erdurnengrab pro Jahr vorsieht, die das Grab vor Ablauf der regulären Ruhezeit aufgelöst wird. Frühestens können die Gräber fünf Jahre vor Ende der 25-jährigen Ruhezeit aufgelöst werden.

Die Möglichkeit der vorzeitigen Auflösung einer Grabstätte sei „ein Entgegenkommen der Gemeinde, wo es eigentlich keine Ausnahme gibt“, sagte Gerstlauer. Vor dem Hintergrund der Totenruhe und der Menschenwürde der Verstorbenen seien Grabauflösungen vor Ablauf der Ruhezeit generell nicht möglich. Der Gemeinde entstehe durch die Satzungsänderung ein erhöhter Pflegeaufwand der nicht mehr genutzten Gräber vor allem dadurch, da sie als einzelne Grabstätten auf dem Friedhof jeweils gesondert gepflegt werden müssen. Mit der Kostenkalkulation sei man schon an der unteren Grenze geblieben.

Man müsse die Kosten aber erheben und könne sie nicht auf die anderen Nutzer umlegen. Notwendig sei dies auch unter der Prämisse, dass der Friedhof als „kostendeckende Einrichtung abgerechnet werden muss, sagte Gerstlauer“ weso

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