Für die Kinderbetreuung in die Schatulle greifen

  • schließen

Durlangen erhöht die finanzielle Beteiligung am katholischen Kindergarten.

Durlangen. Die katholische Kirchengemeinde St. Cyriakus Zimmerbach hat bei der Gemeindeverwaltung Durlangen einen Antrag auf Erhöhung der Finanzierungsbeteiligung der Gemeinde und auf eine Neufassung des Kindergartenvertrages gestellt, erklärte Bürgermeister Dieter Gerstlauer am Freitag in der Sitzung des Gemeinderates. Den Betrieb des katholischen Kindergartens St. Antonius aufrecht zu erhalten, liege im Interesse der Gemeinde, erläuterte Gerstlauer den Antrag. Um weiterhin zwei Kindergärten in der Gemeinde zu haben, müsse Durlangen für eine höhere Beteiligung an den Kosten „in die Schatulle greifen“.

Grundsätzlich war der Gemeinderat einverstanden, die bereits bestehende Finanzierungsbeteiligung zu erhöhen. Die finanzielle Förderung durch die Gemeinde orientiert sich dabei zum einen an deren Finanzkraft und zum anderen, was den Eigenanteil der Kirchengemeinde an den Kindergartenkosten angeht, an den Richtlinien des bischöflichen Ordinariats der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Aktive Innenentwicklung

Das Vorhaben der Gemeinde, eine leerstehende Hofstelle in der Zimmerbacher Pfarrgartenstraße zu erwerben und die alten Gebäude abzubrechen, um das Grundstück anschließend zur Baureife zu bringen und als vier Baugrundstücke zu veräußern, wurde bereits mehrfach im Gremium behandelt. Damit möchte die Gemeinde aktiv in Zimmerbach ein Innenentwicklungsprojekt angehen.

Das Projekt habe Aufmerksamkeit erreicht und „Marktkräfte“ geweckt, erklärte der Bürgermeister. Mittlerweile seien zwei weitere Käufer im Wettbewerb aufgetreten, teilweise sei das von der Gemeinde abgegebene Gebot überboten worden. Der Besitzer des Grundstücks stehe aber zu seiner wörtlichen Zusicherung, der Gemeinde als erstem Kaufinteressenten den Zuschlag zu geben.

Das Grundstück könnte für 271 000 Euro erworben werden. Mit den Kosten für den Abbruch inklusive Entsorgung sowie für Hausanschlüsse von Kanal und Wasser liegen die Gesamtkosten bei 558 500 Euro. Dem gegenüber stehen die Einnahmen beim Verkauf des Baugrunds in Höhe von 267 750 Euro. Das Entwicklungsprogramm ländlicher Raum gewähre einen „sicheren Zuschuss“ von 231 225 Euro.

Mit dem Projekt wolle die Gemeinde ein Zeichen für die „Bedeutung und Wichtigkeit“ der Zimmerbacher Innenentwicklung setzen. Für Gemeinderat Martin Lorenz ist der Erwerb des Grundstückes die „einzige Möglichkeit, die Innenraumverdichtung und die Ortsmitte aktiv und selbst zu gestalten“. Mehrheitlich stimmte das Gremium dem Kauf zu.

Für die Arbeiten am Friedhof in Zimmerbach wurden die Erd-, Leitungs- und Straßenbaumaßnahmen für 253 631 Euro vergeben.

Bei der Anschaffung eines Blockheizkraftwerkes im Frühjahr wurde nur ein Teil der Notstromversorgung für die gemeindeeigenen Gebäude Rathaus, Gemeindehalle und Feuerwehr gesichert. Diese Notstromversorgung liefere 50 Kilowatt, benötigt würden allerdings 67 Kilowatt, erklärte der Bürgermeister. Um eine zukunftssichere und an Notfallversorgungslagen orientierte Lösung zu erzielen, soll die Feuerwehr mit einem separaten Notstromaggregat für 29 845 Euro versorgt werden. Der Hinweis des Bürgermeisters, Installation und Montage des Notstromaggregats werden von Fachleuten der Freiwilligen Feuerwehr eigenständig erledigt, stieß auf großes Lob im Gremium.Andrea Rohrbach

Zurück zur Übersicht: Durlangen

Mehr zum Thema

Kommentare