Kein Geld für die Sanierung schlechter Straßen

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Schlechter Zustand der Straßen
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Räte diskutieren über den schlechten Straßenzustand im Gemeindegebiet Durlangen.

Durlangen. Auf welche Weise kann der landwirtschaftliche Hauptweg im Kreuzäcker saniert werden, um dem Wandel bei landwirtschaftlichen Maschinen und Fahrzeugen gerecht zu werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Durlanger Gemeinderat in seiner Sitzung am Freitag. Jürgen Eisenmann, Geschäftsbereichsleiter der Geoinformation und Landentwicklung des Landratsamtes, stellte dem Gremium zwei Varianten vor. Der Weg am Modellflugplatz vorbei sei in keinem guten Zustand und zu schmal. Auch lasse die Entwässerung zu wünschen übrig. Für die Gemeinde biete sich eine schnelle Lösung, die wenig Aufwand bedarf. Hierbei könnten die Nettobaukosten mit 40 Prozent bezuschusst werden. Eine Alternative sei ein „kleines Flurneuordnungsverfahren“. Zur Verbreiterung des Weges auf die Standardbreite von 3,50 Metern müssten die benötigten Flächen erworben werden. Sämtliche Verfahrensschritte, wie eine Bürgerbeteiligung, die Wahl eines Vorstands der Teilnehmergemeinschaft, die Wertermittlung der Grundstücke und die Bewertung der Landschaft, müssten eingehalten werden. Das Prozedere würde drei Jahre beanspruchen. Der Wegebau für den Hauptweg wurde auf rund 415 000 Euro beziffert, von denen die Flurneuordnungskosten mit 100 000 Euro zu Buche schlagen. Sollte eine Verbesserung der Zufahrt von der Betonstraße aus angestrebt werden, würden sich die Kosten auf rund 508 000 Euro belaufen. Eisenmann stellte eine Förderung von 340 000 Euro in Aussicht. Für die Angrenzer würden keine Kosten anfallen.

In der Schadensklassifizierung sei der Zustand des Weges mit einer Fünf und somit dem schlechtesten Zustand bewertet worden, gab Bürgermeister Dieter Gerstlauer Antwort auf die Frage von Simon März. Es sei eine „freiwillige Maßnahme“ erläuterte Eisenmann auf Nachfrage aus der Zuhörerschaft. „Enteignet wird niemand.“ Sollten die Grundstücke nicht erworben werden können, müsse die Gemeinde, zur „schnellen Lösung“ aus der ersten Variante zurückgreifen. Der Vorschlag des Landratsamtes soll in den nächsten Sitzungen diskutiert werden, bevor Entscheidungen gefällt werden. Rund 500 000 Euro würde der Vollausbau der Straße zwischen Zimmerbach und Tanau kosten, informierte Gerstlauer auf Nachfrage von Patrick Steinbrück. Die Sanierung sei derzeit „nicht finanzierbar“, meinte der Rathauschef. Sobald es die Witterung zulasse, sollen die schlimmsten Löcher geflickt werden. ⋌Andrea Rohrbach

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