Ukraine: Hilfe leisten mit dem Einkaufswagen

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Freuen sich über die hilfsbereiten Kunden und großherzigen Spender unter den Ehrenamtlichen (v.l.): Rudi Hinderer, Susi Müller, Eva Nothdurft, Elli Neusser und Moni Weller.ÌÌ
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Wie und warum das Organisationsteam im Durlanger Dorfladen zum Spenden aufgerufen hat. Und wie sich die Kunden weiterhin engagieren können.

Durlangen

Der Durlanger Dorfladen geht in das fünfte Jahr seines Bestehens. Die Resonanz bei den Kunden ist ungebrochen gut, das Sortiment lässt nahezu keinen Wunsch offen. Dies liegt teilweise auch daran, dass das Dorfladen-Team stets bemüht ist, die Anregungen der Kunden in sein Sortiment mitaufzunehmen, „viele Sonderwünsche können so erfüllt werden“, erklärt Vorstand Moni Weller.

Rudi Hinderer engagiert sich seit Gründung im Dorfladen-Team ehrenamtlich. Bei ihm laufen die Fäden zusammen, wenn es um die Bestellungen im Segment der Bioprodukte und Molkereiprodukte geht. Auch hier sei die Nachfrage ungebrochen, erklärt Hinderer. Es gebe aber einen kleinen Wermutstropfen bei den Bestellungen: viele Produkte können nur in Gebinden geordert werden, die für die Nachfrage in dem kleinen Laden eigentlich zu groß sind. Viele Produkte, für die in Durlangen der Absatz eher beschwerlich ist, hätten deshalb nach gewisser Zeit entsorgt und abgeschrieben werden müssen, erklärt Moni Weller.

Aus dieser Not haben Team und Kundschaft jetzt eine Tugend gemacht. Ursprünglich kam aus dem Dorfladen-Team die Idee, einen „Ukraine-Hilfseinkaufswagen“ an der Kasse zu positionieren. Kunden, die gerne helfen möchten, hatten so die Gelegenheit, für Ukraine-Hilfstransporte dringend benötigte Artikel dort hinein zu packen. Für einige Ehrenamtliche war der Ukraine-Hilfe-Einkaufswagen eine Initialzündung, dem ein Gang durch die Regale des Dorfladens folgte, erklärt Rudi Hinderer. Hygieneartikel, Kaffee, Mehl, Zucker und haltbare Lebensmittel wie Nudeln und Knäckebrot wurden „gehamstert“ und an der Kasse bezahlt. Moni Weller betont, kein einziges Produkt habe das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten.

Vier volle Einkaufswagen kamen so zusammen, die zum Tanzsportzentrum Disam geliefert werden konnten. Hier organisieren Tanja und Alex Disam Hilfstransporte an Verteilzentren in Satteldorf und Sinsheim, von wo aus die Hilfsgüter weiter in die Ukraine geliefert werden.

Das Dasein des Dorfladens hat die Aktion möglich gemacht, freut sich Hinderer, der den finanziellen Einsatz der Spender nicht preisgeben möchte. Für das Team des Dorfladens steht fest, wenn weitere Transporte vom Tanzsportzentrum Disam anstehen, werden in Durlangen wieder Einkaufswagen bereit stehen - „die hoffentlich schnell und gut befüllt werden“, wünscht sich nicht nur Rudi Hinderer

Kein Haltbarkeitsdatum ist überschritten.“

Moni Weller,, Dorfladenteam

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