Von 800 war nur ein einziger „positiv“

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Kleiner Dank für große Leistung erhielten die Durlanger DRK-Familie mit den Verwaltungsmitarbeiterinnen und Wolgang Gürlich vom Bauhof von Bürgermeister Dieter Gerstlauer.
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Am Mittwoch endeten die Corona-Bürgertestungen in Durlangen. Wer sich testen ließ und wie viel Aufwand beim Kampf gegen die Pandemie betrieben wurde.

Durlangen. Am 31. März hatten sie in Durlangen begonnen, die kostenlosen Bürgertestungen im Kampf gegen die Pandemie. Jeden Mittwoch zwischen 18 und 20 Uhr konnten die Bürger sich in der Gemeindehalle einem Schnelltest unterziehen. Jetzt ist das Testangebot ausgelaufen, und Bürgermeister Dieter Gerstlauer nutzte die Gelegenheit, sich herzlich bei den Mitstreitern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Durlangen für deren ehrenamtliches Engagement zu bedanken.

Auf die Durlanger DRK-Familie könne er sich immer verlassen, meinte der Bürgermeister, „wenn man euch braucht, seid ihr da“. Das Testzentrum war im März „aus der Not geboren worden“, erinnerte Gerstlauer. Die Inzidenzzahlen forderten damals mehr und durchgehendere Coronatests. Ohne das Engagement des DRK Durlangen wären die Bürgertestungen aber nicht möglich gewesen, zeigte sich der Schultes dankbar, „wenn es um tätige und ehrenamtliche Hilfe für Dritte geht, steht das DRK an erster Stelle“.

Wenn man euch braucht, seid ihr da.“

Dieter Gerstlauer, Bürgermeister
Marlies Schliefowitz und Jutta Linde bei der Testauswertung.

Mehr als 800 Tests sind dann in knapp vier Monaten abgestrichen worden. Zum Glück „nur ein positives Ergebnis wurde verzeichnet“. Für diesen „großartigen Dienst an den Durlanger Bürgern“ dankte Gerstlauer auch im Namen der Bevölkerung. Mit dem Angebot, vor Ort zu testen, habe vielen ein weiterer Weg in Testzentren in anderen Orten erspart werden können.

Der Dank des Bürgermeisters richtete sich zudem an die Mitarbeiterinnen des Rathauses, Laura und Janina Grieger und Kathrin Hohnerlein, die mit viel Einsatz das Testmaterial besorgt und die Abrechnungen in die Wege geleitet haben. Auf Bauhofmitarbeiter Wolfgang Gürlich habe er immer zählen können, wenn es darum ging, die Gemeindehalle in ein Testzentrum umzubauen, verriet Gerstlauer. Und Katrin Neusser habe sich einfach als Privatperson bei der Datenerfassung und am Empfang eingesetzt. Es sei „eine super Zusammenarbeit gewesen“, wie sie sich der Bürgermeister nicht besser hätte vorstellen können. „Ein Team, auf das man zählen kann“.

Gruppenleiter Darko Linde hob in seinen Dankesworten auch Moni Weller und Werner Rupp hervor, die für die „tolle Organisation“ zuständig waren. Für Katrin Neusser war von Anfang an klar: „Auch als Nichtmitglied im DRK wollte ich die Durlanger unterstützen.“ Janina und Laura Grieger und Kathrin Hohnerlein erzählen von dem „unglaublichen Aufwand“, den die Bürgertestungen mit sich brachten. „Wir waren nahezu Vollzeit mit den Bürgertestungen und den Testungen an Schule und Kindergärten ausgelastet“. Daten mussten erfasst und weitergeleitet werden, für die kommunalen Einrichtungen galt ein anderes Abrechnungsprozedere als bei den Bürgertestungen und mit allen Wünschen und benötigten Utensilien kamen die DRKler auf die drei Damen zu. Aber „wir sind froh, dass das DRK das gemacht hat, so konnte ein reibungsloser Ablauf gewährt werden“.

An jedem Testmittwoch bekamen die Verwaltungsmitarbeiterinnen nach 20 Uhr die Daten von Katrin Neusser übermittelt, damit sie diese sofort beim Gesundheitsamt einpflegen konnten. Nachdem nun „die normale Verwaltungsarbeit wieder zunimmt“, sind die drei Damen nicht böse, dass das Ende des Testzentrums eingeläutet ist.

Das aber, „falls benötigt, sofort wieder reanimiert werden kann“, wie Bürgermeister Gerstlauer bekräftigt. Die sinkenden Inzidenzzahlen haben auch in Durlangen die Nachfrage an Coronatests abflauen lassen. An den letzten Testtagen erschienen nur noch eine Hand voll Testwilliger. Mit Jutta und Darko Linde, Daniela Gürlich, Yonas und Michaela Bretzler und Ferdinand Willeke hat das Durlanger DRK sechs „Abstreicher“ zur Verfügung, die mit größter Umsicht die Nasenabstriche vorgenommen haben. Wohl mit Erfolg, denn „es kamen etliche Stammgäste“, meint Moni Weller und Werner Rupp ergänzt, „einige brachten sogar immer Kleinigkeiten für die Mitarbeiter mit“.

Klagen über lange Wartezeiten habe es nie gegeben, blickt Moni Weller zurück. Jetzt mit sinkenden Inzidenzzahlen sei auch die Nachfrage gering, erzählt Weller, die von „Hoch-Zeiten“ mit 76 Tests an einem Abend berichten kann - zum Beispiel am Tag vor Fronleichnam, dem Vatertag. Auffallend viele junge Leute hätten sich damals testen lassen. Aber das sei „okay“, findet Weller und lobt ausdrücklich das Verantwortungsbewusstsein der jungen Leute, die Rücksicht auf andere nähmen.

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