Eine Gemeinde-Homepage zum Mitmachen

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Holzvermarktung, Online-Auftritt und eine Sirene sind Thema in Obergröningen.

Obergröningen. Holz ist teurer geworden, nur merken Waldbesitzer wenig davon. Die Gemeinde Obergröningen hat sich darum entschlossen, der Holzvermarktungsgesellschaft Schwäbisch-Fränkischer Wald / Ostalb e. G. beizutreten, um im Verband mehr Marktmacht einsetzen zu können. Das entschied am Montag einstimmig der Obergröninger Gemeinderat.

Jörg Vetter, Gemeinderat und Vertreter der Gmünder Forstaußenstelle, erklärte den geringen Anteil kleiner Gemeinden am Gesamtholzeinschlag und sprach sich daher für diese Maßnahme aus. Rund 100 Festmeter liefere eine Gemeinde von der Größe Obergröningens im Jahr, erklärte er, und rund 3000 Festmeter verarbeite ein Sägewerk – pro Tag. Allein daraus sei zu ersehen, dass schlagkräftige Gesellschaften eher ein gewichtiges Wort mitsprechen könnten. Daher werde diese Holzvermarktungsgesellschaft gegründet, die rund 250 000 Festmeter im Jahr produziere. Dabei würden kleinere Gemeinden zwar kein Stimmrecht bekommen, dafür koste die Mitgliedschaft nichts. Und vertreten lassen könnten sich die kleineren in Verbänden. „Eine Direktvermarktung als Gemeinde macht keinen Sinn“, so Vetter.

Ebenfalls einstimmig befürwortete der Gemeinderat den von Revierförster Jörg Vetter vorgelegten Bewirtschaftungsplan für die 19 Hektar Gemeindewald Obergröningens für 2021. 153 Festmeter Käferholz, so Vetter, seien in Richtung Fach angefallen. Dadurch sei der Plan von 110 Festmetern deutlich übertroffen worden. Aber auch 2019 seien schon 149 Festmeter geschlagen worden. Als Probleme benannte er anhaltende Trockenheit und den Borkenkäfer.

Neue Sirene fürs Dorf

Aktuell allerdings entwickle sich der Holzpreis nach oben. Exporte in die USA und China belebten den Markt. Nicht absehbar sei, ob dieser Trend anhalte.

Weiter verfolgt der Gemeinderat die Anschaffung einer neuen Sirene fürs Dorf. „Die alte“, so der Bürgermeister, „wird im August abgeschaltet.“ Eine neue Sirene müsse digital funktionieren. Die Frage sei, ob eine Sirene in diesen Zeiten überhaupt notwendig sei? Gegen diese Sicht sprachen sich einige Räte aus. So sei in einem Dorf eine akustische Alarmierung immer noch eine Notwendigkeit, wenn es gelte, alle Einwohner zu alarmieren.

Bilder, Texte und Anekdoten

Eine Homepage wird Obergröningen künftig haben, beschloss das Gremium. Beauftragt mit der Erstellung wird der Förderverein „Regionale Entwicklung“ im Rahmen des Förderprogramms „Baden-Württemberg vernetzt“. Das sei eine gute Sache, warb Bürgermeister König für das Projekt. Schließlich koste das die Gemeinde nichts außer den monatlichen Betreiberkosten von 17,85 Euro. Damit eine solche Homepage auch attraktiv werde, sei die Mitarbeit der Dorfbevölkerung gefragt. Da brauche man Bilder, Texte und Anekdoten, die die Geschichte des Dorfes erzählten. „Bringen Sie Bilder“, fordert er Gremium und Zuhörer auf, „es braucht Eure Hilfe.“

23 000 Euro koste eine LED-Straßenbeleuchtung für Obergröningen, informierte König. Rechne man allerdings den möglicher Förderbetrag gegen, dann könne sich diese Investition durchaus lohnen. Harald Pröhl

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