Nach Großbrand in Steinenbach: Es stehen nur noch die Grundmauern

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24 Stunden zuvor noch ein stattliches Wohnhaus mit großer Scheune, am Morgen nach dem Großbrand in Steinenbach eine Ruine. Ein Bagger hatte noch am Abend des Brandtags den einsturzgefährdeten Dachstuhl abgetragen.
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Ein Bagger im Einsatz, zehn Feuerwehrleute als Brandwache über Nacht und die Kripo vor Ort: Die Lage in Steinenbach am Tag nach dem großen Brand.

Ruppertshofen-Steinenbach

Für die Ruppertshofener Feuerwehr ging der Einsatz insgesamt fast 24 Stunden lang. Zwölf Feuerwehrleute hielten bis Mitternacht Brandwache, zehn Kameraden blieben bis zum Morgen an der Brandstelle im kleinen Teilort Steinenbach. Einige kleine Nachlöscharbeiten waren notwendig gewesen über Nacht. "Die letzten sind dann um zwölf Uhr Mittags abgerückt", sagt Bürgermeister Peter Kühnl - fast 24 Stunden nach der ersten Alarmierung. Auch am Tag danach bleibt die Bilanz, dass niemand zu Schaden kam. Die beiden Bewohner, die sicherheitshalber wegen eingeatmeter Rauchgase vom DRK ins Krankenhaus gebracht worden waren, sind beide wieder zuhause. Wobei dieses Wort an diesem Tag eine ganz andere Bedeutung hat: es ist ein Übergangszuhause. "Eines der Paare ist privat untergekommen, das zweite im Gästehaus Grüner Pfad des Berufsvorbereitungswerks", berichtet der Bürgermeister.

Vom einst stattlichen Wohnhaus und seiner angrenzenden Scheune steht am Morgen nach dem Großbrand in Steinenbach nur noch eine Ruine. Ein Bagger hatte noch am Abend des Brandtags den einsturzgefährdeten Dachstuhl bis auf die Mauern des Erdgeschosses abgetragen, der Dachstuhl der Scheune samt dort montierter Photovoltaikanlage war von selbst eingestürzt.

Zur Brandursache und Schadenshöhe gibt es am Tag danach noch keine genauen Erkenntnisse: "Die Kripo war schon vor Ort, um in Sachen Brandursache zu ermitteln", so Kühnl. Wegen der Schadenshöhe müsse man erst den Besuch eines Gutachters abwarten.

Bürgermeister Kühnl fügt noch ein Kompliment an die Feuerwehren hinzu: "Großen Dank, die haben sehr professionell gearbeitet." Schließlich sei der Brand zu einer "schwierigen Uhrzeit ausgebrochen", als alle bei der Arbeit waren, "und das sind ja alles Freiwillige", so Kühnl. Auch wegen der nicht einfach Löschwasserversorgung gibt es nichts zu meckern, findet der Bürgermeister. "Wir hatten den Grundschutz erreicht." Trotzdem wird über eine weitere Verbesserung der Wasserversorgung nachgedacht. "Wir haben schon ein Grundstück am Bach angeschaut, aber da ist noch nichts spruchreif", so Kühnl.

Der letzte Einsatz der Feuerwehr folgte dann am Donnerstagabend ab 18 Uhr: Noch 700 Meter Schlauch der zuvor 1600 Meter langen Wegleitung zwischen dem Wasserturm Ruppertshofen und der Brandstelle mussten noch eingeholt werden.

Mehr zum Brand: Ein Großbrand, bei dem Wasser fehlt

  • So kann man den Familien mit Spenden helfen
  • Sachspenden: Die Gemeindeverwaltung Ruppertshofen will Hilfe leisten und koordinieren für die beiden Paare, die im ausgebrannten Haus gewohnt haben. Sachspenden wie Kleidung, Möbel oder Haushaltsartikel sind willkommen. "Wir bitten aber vorab auf dem Rathaus unter der Telefonnummer 07176/45448-0 nachzufragen, was noch benötigt wird", so Helene Konradi von der Verwaltung.
  • Spendenkonto: Außerdem hat die Gemeindeverwaltung ein Spendenkonto bei der Raiffeisenbank Mutlangen eingerichtet: IBAN: DE32 6136 1975 0011 2786 17 (Empfänger: Gemeinde Ruppertshofen /Spendenkonto Brand Steinenbach).

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