Das neue Feuerwehrfahrzeug ist da

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Bei der Vorstellung des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs am Feuerwehrgerätehaus (v.l.) Klaus Peter Wahl, Patrick Kugel, Richard Vetter, Jochen König, Jens Munz und Michael Bleicher.
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Eschacher Floriansjünger können endlich das HLF 10 willkommen heißen. Welche Extras für einen effektiven Einsatz in der Flächengemeinde eingebaut sind.

Eschach

Diese Tage sind wie Weihnachten, nur eben im Sommer“, findet Jens Munz. Der stellvertretende Kommandant der Eschacher Feuerwehr fasst so das derzeitige Grundgefühl in der 43 Floriansjünger starken Truppe um den Kommandanten Klaus Peter Wahl zusammen. Denn seit Dienstag steht ein niegel-nagel-neues HLF 10 in der Garage des Feuerwehrhauses und obendrein ist jeder der Aktiven noch mit einem neuen, digitalen Funkmeldeempfänger ausgestattet worden.

„Jetzt ist alles auf dem neuesten Stand“, betont denn auch Bürgermeister Jochen König bei der kleinen Vorstellungsrunde für das neue Fahrzeug am Feuerwehrhaus. Coronabedingt hat man den Termin für die Fahrzeugweihe und das damit verbundene Begrüßungsfest für das neue Gefährt noch nicht festgelegt. Angedacht sei mal ein Tag gegen Ende der Sommerferien, lässt sich aus den Überlegungen heraushören. Da könnten dann die Eschacher in Augenschein nehmen, was die Spezialfirmen Magirus und Barth nach den Wünschen der Floriansjünger und der Gemeinde in das MAN-Fahrzeug hineingesteckt haben. Es gebe eine Grundausstattung, die jedes HLF 10 hat, erklärt Kommandant Klaus-Peter Wahl. Und dann eben die individuellen Extras, die für den effektiven Einsatz in der jeweiligen Gemeinde notwendig seien. Für Eschach zum Beispiel wurde der Wassertank des HLF 10 von 1200 Liter auf 2000 Liter „aufgestockt“, um auch in den kleineren Weilern genügend Löschmunition zu haben, wenn im Ernstfall zunächst Schläuche verlegt werden müssen. Auch die Ausstattung mit Allrad sei angesichts der Topografie unerlässlich, macht Klaus Peter Wahl deutlich. Eine zusätzliche Schiebeleiter werde gebraucht, um die oberen Stockwerke im Schulhaus erreichen zu können, ergänzt Feuerwehr-Jugendwart Michael Bleicher, der ebenso wie Ausschussmitglied Patrick Kugel oder stellvertretender Kommandant Richard Vetter in der Findungskommission für die Fahrzeugausstattung mitgewirkt hat. Diese hatte als weitere wichtige Extras eine Wärmebildkamera auf der Liste, mit der nicht zuletzt Glutnester aufgespürt werden können. Auch ein Rauchvorhang zählt zum Spezialinventar des Eschacher HLF 10 oder eine sogenannte „Stabfast“ mit der Unfallautos fixiert werden, dass sie bei der Bergung nicht kippen.

Was das neue Fahrzeug kostet

HLF steht fürHilfeleistungsLöschFahrzeug, dessen vielseitige Ausstattung sich im Aufbau hinter drei Aluminiumrollladen verbirgt.

Das Eschacher Fahrzeug verfügt auch über einen pneumatischen Lichtmasten und bietet im Einsatzfall Platz für einen Trupp mit neun Feuerwehrleuten.

„Die Kosten sind nicht wenig. Sie entsprechen denen eines Einfamilienhauses“, sagt Bürgermeister Jochen König. Eschach hat letztlich für sein neues HLF 10 rund 398 000 Euro ausgegeben. Aus dem Zuschusstopf des Landes „Z-Feu“ kamen 92 000 Euro. Aus dem Ausgleichsstock habe die Gemeinde leider keine Zuwendungen bekommen können. aks

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