Fast 100 Sorten für den guten Zweck

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Diesmal im großen Saal von St. Stephanus und bei hygieneförderndem Durchzug verpackt das Marktcafé-Team was 45 fleißige Bäckerinnen in 80 Dosen angeliefert haben.
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Wie das unermüdliche Team des Mutlanger Marktcafés trotz Coronabeschränkungen seine Unterstützung für Hilfsbedürftige und Hilfsprojekte in der Region aufrecht erhält.

Mutlangen

Zum Glück tragen wir die Masken", scherzen die fleißigen Damen vom Mutlanger Marktcafé, während sie eins ums andere Mal den langen Tisch im großen Saal des katholischen Gemeindehauses umrunden. Gar zu verführerisch strömt der Duft aus den offenen Dosen – 80 an der Zahl – selbst durch das schützende Tuch. Gar zu groß wäre die Versuchung, die ein oder andere Köstlichkeit zu probieren. Fast 100 Sorten, viele so liebevoll verziert, dass die Frauen in ihrer Arbeit immer wieder bewundernd innehalten. Die 45 Bäckerinnen, die dem Team für diese Aktion den "Stoff" geliefert haben, haben sich wirklich wieder selbst übertroffen.

Seit rund zehn Jahren gebe es die Weihnachtsaktion des Marktcafés, schätzt Sprecherin Gertraud Kohr. Die rührigen Bäckerinnen der Gruppe, die vor Corona regelmäßig donnerstags mit ausreichend Kuchen und Kaffee das katholische Gemeindehaus zu dem Treff gemacht haben, zu dem die Mutlangerinnen und Mutlanger auf ein Schwätzle kamen, stellen stets kurz vor der Adventszeit um auf den Weihnachtsgutsle-Modus. Für den Verkauf wird der erlesene Gaumenkitzel dann an einem Abend in Tütchen portioniert – 150 oder 300 Gramm schwer – die bislang an den folgenden Donnerstagen in St. Stephanus für den guten Zweck verkauft wurden. "Das Geld aus dieser Weihnachtsaktion ist immer für Hilfsprojekte aus der Region vorbehalten", berichtet Gertraud Kohr. Auch in diesem Jahr, in dem sonst ja vieles anders ist.

Denn an die geselligen Zusammenkünfte im Gemeindehaus ist in Coronazeiten nicht zu denken. Das Marktcafé-Team hat sich deshalb schon seit Sommer mit einem Kuchenstand auf dem Wochenmarkt beholfen. Dort wurde nun mit Unterstützung der Gemeinde ein Holzhaus organisiert. In dem gebe es zwar leider hygienebedingt immer noch keinen Kaffee, dafür aber auch in der Winterzeit Kuchen zum Mitnehmen – und ab sofort die Gutsle-Tüten. "So lange der Vorrat reicht", verspricht Gertraud Kohr. Den Erlös, ergänzt sie, werde man aufteilen zugunsten der Obdachlosen in St. Elisabeth, des Tafelladens, einer bedürftigen Mutlanger Familie und der Weihnachtsaktion der Gmünder Tagespost, die fürs Klosterhospiz sammelt.

Der Verkauf läuft, solange der Vorrat reicht.

Gertraud Kohr, Markcafé-Team

Wann das Marktcafé wieder in seine angestammten Räume in St. Stephanus zurückkehren kann, das stehe noch in den Sternen, bedauert Gertraud Kohr. Die Gruppe, die im kommenden Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiern könnte, will sich nach Dreikönig wieder treffen und je nach Lage die Zukunft planen – fürs Jubiläum und für das aktuell wichtigste Projekt, ein Waisenhaus in Simbabwe.

Auf dem Wochenmarkt donnerstags öffnet der Gutsle-Verkauf um 8.30 Uhr.

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