Fixe Datenautobahn bringt klaren Standortvorteil

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Eschach Spatenstich Glasfaser
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Eschach investiert rund 1,6 Millionen Euro fürs schnelle Internet.

Eschach. Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, überbracht am Nikolaustag, gab’s am Montag in Eschach für die Eschacher: Denn Bürgermeister Jochen König traf sich mit Planern, Netzbetreibern, Tiefbauunternehmen und Vertreter des Landratsamts zum offiziellen Spatenstich am Eschbachweg.

Auf der Agenda stehen die Tiefbauarbeiten fürs schnelle Internet, das zu 90 Prozent von Bund und Land über das „Weiße-Flecken-Programm“ gefördert wird. Das bedeutet, dass Gebäude und Weiler, etwa die Götzenmühle, die Dietenhalde oder auch der Weiler Hagentennle, die bislang stark unterversorgt beim Internet sind, dann nach den Bauarbeiten ebenfalls über mehr als 50 Mbit in der Sekunde verfügen.

Zu 90 Prozent gefördert

Zum „kleinen, aber feinen Spatenstich“ begrüßte Bürgermeister Jochen König am Wanderparkplatz unterhalb der Kneippanlage, der in Richtung Götzenmühle führt. Er verdeutlichte, dass man dieses Extra fürs Breitband nur schultern kann, da es eine 90-Prozent-Förderung gibt. Zu den Weilern gesellen sich nach seiner Beschreibung auch noch diverse unterversorgte Straßen innerhalb der Kerngemeinde. Was ebenfalls einen schnellen Internetanschluss erhält, ist das Wasserreservoir und diverse Pumpstationen. Was ein großer Pluspunkt in Sachen Fernüberwachung sein wird.

„Mit Glück bis Ende 2023“

Zudem zeigte sich Bürgermeister König zuversichtlich, dass man auch aus dem sogenannten „Graue-Flecken-Programm“ profitieren wird. Der Antrag für diesen Zuschusstopf ist bereits gestellt. „Und mit viel Glück sind dann Ende 2023 wirklich alle Gebäude in Eschach sowie in den Teilorten dann mit Glasfaseranschluss versorgt.

Der jetzige Spatenstich wird rund ein Jahr Bauarbeiten mit sich bringen. Nicht nur König betonte, wie wichtig mittlerweile schnelles Internet für eine Kommune ist. „Das ist ein deutlicher Standortfaktor.“

Tamesch Wagner von Atene KOM bekräftigte: „Es geht um Daseinsfürsorge, denn es ist mittlerweile ebenso wichtig wie beispielsweise eine Wasserleitung.“ Wagner hatte mit ihrem Argument Homeoffice und Homeschooling im Blick, aber auch Gewerbe- und Industriestandorte.

Der Kreis trägt dazu bei

Wolfgang Hirsch beschrieb als Vertreter des Landratsamtes, dass der Kreis seit vier Jahren bereits in die Gemeinde auf der Frickenhofener Höhe investiere. Schließlich erstellte der Ostalbkreis die Backbone-Trasse, über die die Teilorte Kemnaten, Seifersthofen oder auch Helpertshofen und Waldmannshofen versorgt werden konnten. Bei den jetzt gestarteten Bauarbeiten übernimmt der Landkreis die Vermessungsarbeiten und die Dokumentation.

Die Bauleitung der Maßnahme liegt in Händen von Alessa Widmann und Ralf Moßhammer, die eine Arbeitsgemeinschaft mit dem projektierenden Ingenieurbüro Matthias Strobel aus Abtsgmünd unterhalten.

Die Firma Riedlberger aus Bayern hat eine lange Liste an Aufgaben unter der Aufsicht von Chef Robert Riedlberger und Polier Rico Zschürschner zu stemmen. So handelt es sich beispielsweise um eine Trassenlänge von 6,67 Kilometern, von denen gut ein Kilometer der Kabel in bereits vorhandene Leerrohre verlegt werden können, außerdem 1300 Meter im Gehwegbereich, 1850 im Straßenbereich und 925 im Spülbohrverfahren umgesetzt werden.

1,58 Millionen wird's kosten

Des weiteren sind da 110 Hausanschlüsse, die realisiert werden. Und 1,7 Kilometer Trasse, die im Pflugverfahren bewältigt werden. Inklusive der Technik und des Materials werden rund 1,58 Millionen Euro in die gesamte Maßnahme investiert. Anja Jantschik

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