Funkenflug bei Schleifarbeiten setzt Gebäude in Brand

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Aus der Garage auf der Rückseite des Gebäudes hat sich das Feuer ausgebreitet.
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Trennschleifarbeiten als Auslöser. Feuer breitet sich auf das komplette Mehrfamilienhaus aus. Rund 100 Feuerwehrleute aller Gschwender Abteilungen und aus Mutlangen im Einsatz

Gschwend-Horlachen

Gegen 19 Uhr ging am Montag der Alarm ein. „Uns wurde zunächst ein Garagenbrand gemeldet“, erzählt Kommandant René Mursch. Doch schon beim Eintreffen der Floriansjünger in der Hagbergstraße stellte sich eine weit größere Herausforderung. Das Feuer hatte sich über einen Balkon und die Terrasse ins Gebäude gefressen. Das Mehrfamilienhaus brannte inzwischen von außen und innen.

In Windeseile wurden Wasserleitungen gelegt - zum Glück war das ehemalige Horlacher Freibad, das heute als Löschteich genutzt wird, nicht weit entfernt. Mit mehreren Trupps arbeiteten sich die Feuerwehrleute ins Innere des Gebäudes vor. Während die aus Mutlangen angeforderte Drehleiter es den Floriansjüngern ermöglichte, das Dach zu öffnen und auch von hier das Feuer zu bekämpfen.

Über mehrere Riegelstellungen konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Wohnhäuser rechts und links des Brandobjekts verhindert werden.

Brandursache waren Funken, die bei Trennschleifarbeiten in der Garage Benzin entzündet hatten. Die Flammen griffen nicht nur aufs Gebäude über. Auch der dort geparkte Pkw brannte komplett aus.

„Das Gebäude ist unbewohnbar“, beschreibt René Mursch das Ausmaß. Die Polizei beziffert den Gesamtschaden auf rund 800 000 Euro.

Ein 41-jähriger Hausbewohner, der noch versucht hatte, zu löschen, zog sich dabei eine Rauchgasvergiftung zu. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Vier Bewohner kommen zunächst in einer nahe gelegenen Pension unter. Im Einsatz, den Kommandant René Mursch leitete, waren 80 bis 100 Feuerwehrleute aus allen Gschwender Abteilungen sowie aus Mutlangen mit neuen Fahrzeugen inklusive Drehleiter, dazu der Rettungswagen des DRK und Einsatzkräfte der Polizei.

Die Fassade ist zerstört, das Mehrfamilienhaus unbewohnbar.
Dank der Drehleiter war es möglich, die Flammen auch von oben zu bekämpfen.
Die Mutlanger Drehleiter unterstützte die Abteilungen der Gschwender Feuerwehr. Insgesamt waren fast 100 Floriansjünger im Einsatz.
Auch die Solarmodule auf dem Dach sind stark beschädigt.

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