Funsportpark-Idee kommt bei allen gut an

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Dieses Beispiel einer Anlage haben die vier Vertreter der Planungsgruppe dem Gemeinderat vorgestellt.
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Welche Pläne die Macher dem Gremium vorstellen und wie es weiter geht.

Ruppertshofen. So viele Zuschauer hat der Gemeinderat selten - so viele Jugendliche wollten vermutlich noch nie der Beratung lauschen. Verständlich deshalb, dass Bürgermeister Peter Kühnl es extrem bedauert, dass coronabedingt gar nicht alle in die Halle hineindurften.

Ganz abgesehen davon, dass dem Gremium an diesem Donnerstag auch einiges geboten wurde: Als Quartett warben Jürgen Pfander, Nicolas Strobel, Lorenz Agostini und Benjamin Bitzer für einen Funsportpark auf Gemeindemarkung - „das ist viel mehr als ein Pumptrack, womit nur Mountainbiker angesprochen würden. Die Anlage, an die wir denken, ist auch mit dem Skateboard, dem Scooter, dem Laufrad oder einem BMX befahrbar“, erklärt Jürgen Pfander. Und ergänzt später, man wäre sogar offen für weitere Trendsportarten, für die gar kein fahrbarer Untersatz gebraucht werde.

Verglichen mit anderen Sportstätten sei eine solche Trendsportanlage unschlagbar preiswert, versichert das Quartett dem Gemeinderat. Ruppertshofen könne den kompletten Track sogar quasi umsonst bekommen. Denn der Funsportpark soll nach dem Vorbild der 72-Stunden-Aktionen des BDKJ in einer gemeinschaftlichen Aktion modelliert werden. Hauptsächlich benötigt werde dazu lehmige Erde, Asphalt für den Pumptrack und Schaufeln. „All das steht quasi schon bereit“, betont Jürgen Pfander und ist überzeugt, dass der komplette Park von den ehrenamtlichen Teams innerhalb von sechs Monaten aus dem Boden gestampft werden könne.

Von der Gemeinde wünschen sich die Aktiven „nur“ noch das passende Grundstück. Am allerliebsten rund 2500 Quadratmeter, mindestens aber 1500, präzisiert Pfander später auf Nachfragen aus dem Gremium. Darüber hinaus wäre die Versicherung Gemeindesache, die TÜV-Abnahme alle zwei Jahre und die Pflege der Anlage rund um den Park, genau so, wie die Gemeinde das bei Spielplätzen auch übernehme. „Den Funsportpark selbst würden wir betreuen“, verspricht Jürgen Pfander, der als leidenschaftlicher Radfahrer professionelle und semiprofessionelle Erfahrung zuhauf gesammelt und unter anderem den Funsportpark in Weinstadt mitgestaltet hat.

Er versichert auf Rückfrage von Eleonore Mangold, dass sich genügend Sponsoren für eine ehrenamtliche Umsetzung des Projekts auftreiben ließen. Einen detaillierten Plan, bei dem das Gremium im übrigen mitreden solle - „wir machen das zusammen“ - könne er erst vorlegen, wenn das Grundstück gefunden sei.

Gemeinderätin Susanne Grupp, die zur Projektplanungsgruppe gehört, verwies auf den Mehrwert für die Gemeinde und auch darauf, dass so für die Jugend ein positives Signal gesetzt werden könne. Grünen-Landtagsabgeordnete Martina Häusler, die auf Grupps Einladung unter den Zuhörern saß, sagte ihre Unterstützung zu.

Wiewohl das Gremium keine Entscheidung zu treffen hatte, frage der Bürgermeister die grundsätzliche Einstellung zum Vorhaben ab. Einstimmig will der Gemeinderat die Entwicklung eines Funsportparks „positiv begleiten“. Klären muss die Verwaltung nun die Grundstücksfrage und Fragen der Haftung. Anke Schwörer-Haag

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