Gerhard Böhm ist gestorben

  • Weitere
    schließen
  • schließen

40 Jahre lang war der gebürtige Untergröninger für die SPD im Kreistag aktiv. Er engagierte sich vielfältig.

Gschwend-Frickenhofen. Noch im vergangenen November konnte Gerhard Böhm aus Frickenhofen seinen 80. Geburtstag feiern. Erschwert durch Corona-Auflagen, empfing er die Gratulanten mit Mundschutz nur kurz an der Haustür. Am 1. Juli ist der gebürtige Untergröninger verstorben. Gerhard Böhms Herz schlug in erster Linie für seine Familie. Für seine Gattin Regina, mit der er seit 1963 verheiratet war und die sich ebenfalls als Gemeinderätin und Pädagogin stark engagierte, bevor sie ihre Gesundheit zum Rückzug aus dem öffentlichen Leben zwang. Eng war auch die Beziehung zu seinen fünf Töchtern. Seit 1974 lebte er mit seiner Familie in Frickenhofen.

Daneben brachte sich der studierte Pädagoge aber vor allem im kulturellen und politischen Bereich ein. So erlebte Böhm etwa als Kreisrat für die SPD die Kommunalreform. Insgesamt 40 Jahre engagierte er sich im Ostalbkreis, vor allem für den ländlichen Raum, als Kreisrat. Hier lag ihm der Ausbau des Bildungsangebots stets am Herzen. Zuletzt war er in der Kerngruppe der Bürgerinitiative für den Ausbau der Landesstraße L 1080 zu finden.

Zudem prägte Böhm das kulturelle Leben auf der Frickenhofer Höhe und im Schwäbischen Wald als leidenschaftlicher Sänger und Chorleiter. Über Jahrzehnte hielt er den Dirigentenstab in der Hand bei verschiedenen Chören aus Birkenlohe, Mittelbronn und Frickenhofen. Wofür Gerhard Böhm als Pädagoge nach seinem Ruhestand 2005 noch mehr Zeit hatte. Groß war sein Engagement für die sozial Schwächeren. Mit Gerhard Böhm ist ein Kümmerer und Kämpfer für die Benachteiligten in der Gesellschaft gestorben. Anja Jantschik

Zurück zur Übersicht: Schwäbischer Wald

WEITERE ARTIKEL