Danny Kuhl als Bürgermeister vereidigt

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„Bleiben Sie am Ball“, meinte Landrat Joachim Bläse (re.) bei der Einsetzung von Danny Kuhl, auf dem Bild mit seiner Familie.
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 Viele Glückwünsche für den neuen Gögginger Schultes in der Gemeindehalle.

Göggingen Am 20. Juni dieses Jahres erhielt Danny Kuhl bei der Bürgermeisterwahl in Göggingen 75,4 Prozent der Stimmen. Diese Tatsache, und dass es eine Wahlbeteiligung von knapp 60 Prozent gab, wurde am Mittwoch bei seiner offiziellen Amtseinsetzung mehrfach betont.

Also der starke Rückenwind und das große Vertrauen, dass ihm die Bürgerschaft bereits im ersten Wahlgang trotz Mitbewerber ausgesprochen hat. „Nehmen Sie diese Anteilnahme als Zeichen, dass Sie hier willkommen sind“, legte ihm der stellvertretende Bürgermeister Friedrich Reupke ans Herz, angesichts der vollbesetzten Gemeindehalle.

Reupke machte auch deutlich, dass „keine leichte Aufgabe“ auf Kuhl warte. Er aber ein „wohlbestelltes Amt übernehmen und darauf bauen“ könne. Er signalisierte dem neuen Bürgermeister zudem, dass er mit dem Gemeinderat in gegenseitiger Verantwortung zusammenwirken kann. „Entscheidungsfreude, Kraft und Kreativität“ verlange das Bürgermeisteramt. Reupke vertrat die Ansicht, dass Danny Kuhl dies alles mitbringt. Schließlich nahm der stellvertretende Bürgermeister dem neuen Schultes den Amtseid ab. Statt einer Amtskette – „Göggingen ist arm …“ – überreichte Friedrich Reupke an Kuhl einen symbolischen „Generalschlüssel“: „Damit sie nicht nur zum Rathaus, sondern auch zur Gemeinde einen Zugang bekommen.“

Traumberuf Bürgermeister

Auf fulminant musikalische Weise begrüßten die Mitglieder des Sängerbunds Göggingen unter der Leitung von Bernd Büttner sowie des Musikvereins Horn mit Dirigent Markus Kottmann den neuen Bürgermeister. Landrat Dr. Joachim Bläse überreichte im Anschluss die Ernennungsurkunde und beschrieb: „Die Kommunen im Ostalbkreis befinden sich zwar im Wettbewerb, aber wir halten zusammen“. Bläse gratulierte der Bürgerschaft: „Ich glaube, Göggingen hat gut gewählt.“ Der Bürgermeisterberuf sei ein Traumberuf, da es um Bürgernähe gehe. „Er wirkt unmittelbar.“ Die Arbeit des Bürgermeisters verglich er mit dem Gerüstbau: Ein stabiles Gerüst ist die solide Grundlage fürs Handwerk. Es wird durch Verwaltung und Gemeinderat auf die richtige Höhe gebracht und müsse im Gleichklang gebaut werden. „Und die Bürgerschaft darf keine Höhenangst haben.“ Durch seine elektrospezifische Ausbildung sei Danny Kuhl der richtige Ansprechpartner in Sachen Digitalisierung. Und durch seine Arbeit bei der Bundeswehr im Stab, könne er klare Ansagen machen. Doch mahnte Bläse den neuen Bürgermeister, beim Erstürmen neuer Hügel immer wieder zurückzublicken, „ob die Truppe noch hinter ihm ist“. Bläse prophezeite: „Ihnen wird es nicht langweilig werden“ und hatte die Modernisierung der Kläranlage, Straßenausbau, Schule, Digitalisierung und Betreuungsangebote im Blick. An die drei Kinder von Danny Kuhl, Mia, Robin und Celine, gewandt, erklärte er: „Der Papa ist jetzt richtig gefordert.“ Denn der Bürgermeisterberuf ende nicht nach acht Stunden. Für die Kinder hatte der Landrat einen Ostalb-Ball dabei, für Gattin Irina Blumen. Bildhaft wünschte er Danny Kuhl: „Bleiben Sie am Ball.“

Hochwertiger Ort zum Leben

Die Landtagsabgeordneten Martina Häusler (Grüne), Ruben Rupp (AfD) und Tim Bückner (CDU) sagten die enge Zusammenarbeit zwischen Kommunal- und Landespolitik zu. Für die Vereine wünschte Timo Beisswenger, für die Feuerwehr Alexander Maier, für die Kirchen Pfarrerin Elfi Bauer und für die Grundschule Rektorin Petra Abele viel Erfolg und signalisierten eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Danny Kuhl machte in seiner Ansprache deutlich, dass er aus dem Wohnort Göggingen einen „qualitativ hochwertigen Lebensort“ machen möchte. Anja Jantschik

Der neue Schultes Danny Kuhl.
Amtseinsetzung in Göggingen
Der neue Schultes Danny Kuhl.

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