Die Luftfilterfrage bleibt vorerst noch offen

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Bis auf die Zäune sei der Kindergartenneubau fertig, beantwortete der Bürgermeister die entsprechende Nachfrage. Das Material dafür komme Ende des Monats. Das Kindergartenjahr starte im Neubau
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Gögginger Gremium will erst die Angebote kennen. Untersagungsverfügung in der Ortsmitte.

Göggingen. Es ist die letzte Gemeinderatssitzung, die Bürgermeister Walter Weber leitet. Exakt in zwei Wochen, am 25. August, wird er feierlich verabschiedet - nach 28 Jahren im Amt. Und die Verhältnisse in der Gemeinde sind geordnet, was sich einerseits an der entspannten Stimmung in der kurzen Beratung zeigt und andererseits daran, dass Nachfolger Danny Kuhl das Geschehen aufmerksam verfolgt und einige Arbeitsaufträge notiert.

Angebote werden angefordert

Zum Beispiel beim Thema Corona und Luftfilter in Schule und Kindergarten. Das, sagt Weber, habe er auf die Tagesordnung gesetzt, weil die Pandemie immer noch das bestimmende Thema ist und weil es jetzt vom Land auch Förderrichtlinien für die Anschaffung der Geräte gebe. 14 Filter würde Göggingen brauchen. Die Zuschüsse - bis zu 50 Prozent der Anschaffungskosten aber maximal 2500 Euro - seien allerdings mit hohen Anforderungen an die technischen Fähigkeiten der Filter verbunden. Die Firma, mit der das Landratsamt diesbezüglich schon mal Kontakt aufgenommen habe, sei deshalb schon aus dem Rennen, sagt der Bürgermeister. Und auch, dass er nicht wisse, was er dem Gremium empfehlen soll: „Es kann sein, dass im Herbst nur dort Präsenzunterricht möglich ist, wo es Filter gibt. Es kann aber auch sein, dass wir die Geräte völlig umsonst anschaffen. Eine Tendenz ist derzeit nicht zu ersehen und wir wissen ja aus der Vergangenheit, dass auch die größten Anstrengungen keine Sicherheit geben“, sagt Weber achselzuckend.

Der Gemeinderat wägt das Für und Wider ab: Gutes Lüften sei wirksamer, meint dabei Tobias Streit. Vielleicht müsse man gleich in Richtung Klimaanlagen denken, überlegt Friedrich Reupke. Auch der Lärm, den die Anlagen machen, sei ein wesentliches Kriterium, findet Marco Ziegler. Und schließlich münden alle Überlegungen in die Frage, wann denn die Anlagen überhaupt geliefert werden könnten? „Wenn das erst nächstes Frühjahr wäre, ist das uninteressant“, fügt Tobias Streit an. Einstimmig erteilt das Gremium der Verwaltung den Auftrag, schnellstmöglich Angebote und Lieferzeiten abzufragen. „Alles andere entscheidet sich dann“, sagt Walter Weber zusammenfassend.

Voranfrage abgelehnt

Eine ganze Reihe von Gründen muss Bürgermeister Walter Weber aufzählen, warum eine Bauvoranfrage am nordwestlichen Ende des Oberdorfwegs im Teilort Horn keine Genehmigung erhalten könne. Das Vorhaben liege im Außenbereich und im Landschaftsschutzgebiet Schwäbischer Wald. Es könne auch dem etwa 500 Meter entfernt liegenden landwirtschaftlichen Betrieb des Antragstellers nicht zugeordnet werden. Und es seien unterschiedliche Nutzungen - als Wohnungen für Betriebsangehörige und als Ferienwohnung - aufgeführt. Auch das sei so nicht genehmigungsfähig. Das Gremium sieht es ebenso und lehnt das Vorhaben ab. Friedrich Gütlin, der sich enthält, erfährt, dass die Kanäle des Teilorts so ausgelegt seien, dass noch ein Baugebiet mit etwa zehn Häusern realisiert werden könnte.

Lagerplatz vor Gericht

Den Mitgliedern des Gremiums hat Bürgermeister Walter Weber zudem eine Untersagungsverfügung des Landratsamts ausgeteilt, wonach ein in der Ortsmitte mit der Zeit entstandener Lagerplatz eines Unternehmens geräumt werden muss. „Die Sache ist inzwischen gerichtsanhängig,“ informiert der Schultes. Das Landratsamt bleibe aber bei seiner Entscheidung, werde nur die Begründung noch ausführlicher formulieren. Noch offen ist, ob vor der Entscheidung des Gerichts ein Sofortvollzug umgesetzt werden könne. „Aber immerhin tut sich was“, meint Weber.

Mietspiegel wird erstellt

Bis April 2022 soll es für die Gemeinden in der Verwaltungsgemeinschaft einen qualifizierten Mietspiegel geben. Die Gesamtkosten für dessen Aufstellung belaufen sich auf 80503,50 Euro, eventuell könnten die Gemeinden aber einen Zuschuss von 30292,42 Euro erhoffen, meint der Bürgermeister. Dann kämen auf Göggingen Kosten von 1273,42 Euro zu. Das Gremium befürwortet die Aufstellung.

Anke Schwörer-Haag

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