Rewe: Enttäuschung über Gögginger Entscheidung

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Was der Leinzeller Bürgermeister Ralph Leischner und die Rewe-Group zur Gögginger Entscheidung sagen.

Leinzell/Göggingen. "Ich kann es nicht verstehen. Und erst recht nicht, dass die Ablehnung so deutlich ist", kommentiert Leinzells Bürgermeister Ralph Leischner die Entscheidung des Gögginger Gemeinderats. Dieser hatte am Mittwoch mit zehn Nein-Stimmen, zwei Ja-Stimmen bei einer Enthaltung der Zufahrt zum geplanten Rewe-Vollsortimenter über Gögginger Markung eine klare Absage erteilt (wir berichteten). Bemerkenswert findet der Leinzeller Schultes die Entscheidung auch, weil der Gögginger Gemeinderat der Rewe-Group als Investor vor rund zehn Monaten ein Acht-Punkte-Programm als Voraussetzung für eine Zustimmung in Auftrag gegeben habe. Alle diese Punkte seien abgearbeitet oder eine Lösung für das jeweilige Problem in Aussicht gestellt. "Jetzt werden wir mit dem Investor besprechen müssen, wie es weiter geht", sagt Leischner.

Auch Dirk Schlund ist als Vertreter der Rewe-Group enttäuscht von der Gögginger Entscheidung. Nun gelte es die neue Situation abzuwägen und eine Entscheidung zu treffen.

Schwierig durchzuhalten

Respekt. Es ist ein mutiger Versuch, den der Gögginger Gemeinderat den Bürgern mit seiner Entscheidung auferlegt. In einer Welt des Wachstums gebietet er Einhalt und stellt klar fest: Es ist genug. Andere Kommunen sind da noch nicht so weit, kämpfen – wie Alfdorf zum Beispiel – um einen Vollsortimenter, den sich die am Ort lebenden Menschen dringend wünschen. Das Gögginger Gremium dürfte deshalb bald Rückgrat brauchen, wenn solche Forderungen in Zukunft erhoben werden von den vielen jungen Familien, die in die wachsenden, gerade erst ausgewiesenen Baugebiete um die Krebenäcker ziehen. Oder wenn Beschwerden kommen über den Verkehr, den die vielen Fahrten dieser Bürger zu den Märkten nach Brainkofen oder Eschach erzeugen. Dann dürfte es schwierig werden, die ablehnende Entscheidung durchzuhalten. Die übrigens alles andere als Respekt verdient, wenn sie nur getroffen wurde, weil man Leinzell nichts gönnt und ein Vollsortimenter auf eigener Markung genehmigt worden wäre.

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