Wo Bluten einen guten Zweck hat

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Die Blutspender Nummer 19 999, 20 000 und 20 001: Der DRK-Ortsvereinsvorsitzende Walter Weber (l.) sowie DRK-Bereitschaftsleiterin Karin Haas (r.) beglückwünschen Sonja Weller (2.v.l.), Ellen Pfeuffer (Mitte) und Eberhard Eisenmann (2.v.r.).
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Der Gögginger DRK-Ortsverein kann am Montag die 20 000. Blutspenderin begrüßen. Welche Arbeit hinter den Blutspendetermin steckt und was sich in den vergangenen Jahren verändert hat.

Göggingen

Es ist eine große Zahl und alles andere als alltäglich: Der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Göggingen, Walter Weber, konnte am Montag die 20 000. Blutspenderin in Göggingen begrüßen: Ellen Pfeuffer. Vor ihr gab Eberhard Eisenmann und nach ihr Sonja Weller eine Blutspende ab. Ihnen allen sprach Walter Weber seinen großen Dank für ihre Spendenbereitschaft aus. „Man denkt zuerst immer an Unfallopfer, dabei wird täglich vor allem Blut für chronisch Kranke und für Operationseingriffe benötigt“, erklärte der Gögginger Alt-Bürgermeister.

Weber ist Vorsitzender des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes seit seiner Gründung in den 90er-Jahren. Vorher hatte man zusammen mit Iggingen, Herlikofen und Leinzell einen gemeinsamen Verein.

Lange bevor sich am Montag die Pforten bei den Blutspendeterminen für die Besucher öffnen, haben die jeweiligen Mitglieder des Ortsvereins Göggingen bereits alle Hände voll zu tun. Schließlich muss die Gemeindehalle für den Blutspendetermin ausgerüstet werden. „Etwa 30 Tische werden aufgestellt“, beschreibt Bereitschaftsleiterin Karin Haas. „Und natürlich auch Stühle.“ Etwa für die Ärzte, die die Spendenwilligen vorab untersuchen. Oder die Mitglieder des Blutspendedienstes, die die Blutuntersuchung durchführen.  Dazu kommt das Aufstellen der Liegen. Weiter muss auch das Bestücken der Lunchpakete erfolgen. Seit Corona ist eine Essensausgabe nach der Spende nicht möglich.

Zwölf Personen des Ortsvereins kümmern sich derweil um die Anmeldungen der Besucher und geben Formulare aus.

Vor Corona kümmerte sich der Ortsverein auch um die Nachbetreuung der Spendenwilligen. Jetzt übernimmt  dies das Team des Blutspendedienstes. „Es hat sich im Laufe der Jahre ohnehin viel geändert“, sagt Karin Haas. Etwa, dass nun die Herren sechs und die Frauen vier Blutspenden pro Jahr durchführen können. „Es müssen zwingend 56 Tage zwischen den Spenden liegen“, macht Karin Haar deutlich.

Bis zu 300 Spender im Schnitt

Im Schnitt können in Göggingen bei den beiden Spende-Terminen im Jahr zwischen 250 und 300 Spender begrüßt werden. Früher hatte es im Sommer noch einen weiteren Termin gegeben. Doch der sei nicht gut angenommen worden, sagen die Verantwortlichen. „Ferien, Veranstaltungen und ähnliches sorgten dafür, dass wir immer weniger Spender hatten“, erklärt Karin Haas. So biete man nun nur im Frühjahr und im Herbst jeweils einen Blutspendetermin an.

Eigens für diese beiden Tage nehmen sich die Ortsvereinsmitglieder entweder frei, werden freigestellt oder haben Urlaub. Zudem „helfen auch Pensionäre“, sagt Walter Weber schmunzelnd. Denn seit rund einem Jahr genießt der Altbürgermeister seinen Ruhestand – wenn er nicht gerade ehrenamtlich unterwegs sei. Egal ob beim Bürgermobil oder  als DRK-Ortsvereinsvorsitzender. Warum ihm diese Blutspendetermine so wichtig sind? „Es ist die Kernaufgabe des Deutschen Roten Kreuz – und es kann jederzeit jeden treffen, dass er eine Blutspende braucht“, verdeutlicht er.

Der Gögginger Ortsverein hat rund 40 Mitglieder, die alle zur Stelle sind, wenn es gilt. „Und wir haben viele sehr langjährige Mitglieder“, freut sich Weber. Stellvertretend nennt er hier Sieglinde Ummenhofer, die stellvertretende Bereitschaftsleiterin. Und auch der Nachwuchs fehlt nicht: Gemeinsam mit Marcel Wahl kümmert sich Victoria Schantl um die Jugendgruppe.

"Es kann jederzeit jeden treffen, dass er eine Blutspende braucht.“

Walter Weber,, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins

Zwei Blutspendetermine in Göggingen

  • Der DRK-Ortsverein in Göggingen hat aktuell 40 aktive Mitglieder und eine Jugendgruppe. Immer im Frühjahr und im Herbst wird zum Blutspendetermin eingeladen. Der nächste Termin ist am 26. September. Rund zwölf Helferinnen und Helfer stehen jedes Mal gemeinsam mit dem Ortsvereinsvorsitzenden Walter Weber parat bei den Spendeterminen.
    Ab 18 Jahren kann Blut gespendet werden. Männer bis zu sechs Mal im Jahr, Frauen bis zu vier Mal. Es müssen 56 Tage zwischen den Spenden liegen. Gespendet werden kann bei Mehrfachspendern bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag.

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