Ziel: Investitionen für 2023 vorbereiten

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Bürgermeister Danny Kuhl und die Gemeinderäte erkannten bei der Besichtigung des Kindergartens durchaus Handlungsbedarf. Alle Plätze - im Alt- und im Neubau - sind zwischenzeitlich belegt.
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Gögginger Gremium verabschiedet den Haushalt. Stellenplan ermöglicht Verstärkung im Hauptamt.

Göggingen. Der Haushalt für 2022 ist einstimmig beschlossen und er zeige, die Bürgermeister Danny Kuhl anmerkt, „in die richtige Richtung“. Im laufenden Jahr werden nachhaltige Investitionen vorbereitet, und für 2023 hat Kämmerer Wilfried Binder schon mal eine Kreditaufnahme von 450 000 Euro vorgemerkt. Ob diese in Anspruch genommen werde, sei damit nicht entschieden. Doch selbst dann liege Göggingen in Sachen Pro-Kopf-Verschuldung noch weit unter Durchschnitt: Geplant sind für 2022 jetzt 13,95 Euro, käme die Kreditaufnahme, hätte rein rechnerisch am Ende des Jahres 2023 jeder Gögginger 190,93 Euro.

Der Haushalt 2022 sieht im Ergebnishaushalt ein veranschlagtes Gesamtergebnis von 175 000 Euro vor. Der Finanzhaushalt weist einen Finanzierungsmittelbedarf von -1,065 Millionen Euro aus. Eine Kreditermächtigung ist nicht vorgesehen. Für Investitionen können die künftigen Haushaltsjahre mit 1,87 Millionen Euro belastet werden (Verpflichtungsermächtigung). Die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer bleiben gleich.

Mit verabschiedet wurde der Stellenplan, der im Teil A neben dem Bürgermeister (Besoldungsgruppe A 16) eine Stelle im Hauptamt (Besoldungsgruppe A 11) vormerkt. Ob diese neue Planstelle besetzt wird, liege aber nach wie vor in der Entscheidung des Gemeinderats, betonte Wilfried Binder ausdrücklich. Im Investitionspaket eingerechnet sind 625 000 Euro für die Breitbanderschließung; 73 000 Euro für die Digitalisierung in den Bereichen Gemeinderat, Rathaus, Feuerwehr, Grundschule und Kindergarten; sowie 50 000 Euro für die Planung der Grundschulsanierung; 20 000 Euro für die Planung des Rathausumbaus; 30 000 Euro für die Planung der energetischen Sanierung der Gemeindehalle sowie 1,33 Millionen Euro für den Grunderwerb von Entwicklungsflächen im Wohnbereich.

Breitbandausbau startet

FTTB - Fiber to the Building, oder zu deutsch: Glasfaser ins Haus, war das Stichwort für Ralph Menz vom Büro LK&P. Er präsentierte dem Gremium, wie bis Ende 2024 die „weißen Flecken“ (weniger als 30 MBit/sec) und etliche graue Flecken (weniger als 50 mBit/sec) in der Breitbandversorgung geschlossen werden sollen. Für rund 2,45 Millionen Euro werden 100 Gebäude auf Gemeindemarkung mit schnellem Internet versorgt - im Hauptort sind es die Industriestraße, Bauhof und Gemeindehalle, einige Gebäude in der Hauptstraße, die Sportanlagen, die Gaststätte Götzenbach; in Horn ist es die Unterdorfstraße bis hinauf zu den landwirtschaftlichen Betrieben und zum Federbachsee sowie das Mühlhölzle. Einstimmig genehmigte der Gemeinderat die Ausschreibung der Arbeiten. Baubeginn soll im Herbst sein. Bauzeit 1,5 Jahre. Der Bund trägt 90 Prozent der Kosten. ⋌Anke Schwörer-Haag

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