Große Nachfrage nach Wohnungen

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Bagger ebnen den Weg für den neuen Wohnpark auf dem Rieg-Areal in Leinzell.
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Mit dem Abriss der Bestandsgebäude auf dem Rieg-Areal in der Ortsmitte haben die Arbeiten für eines der größten privaten Bauvorhaben in Leinzell begonnen. Was dort entstehen soll.

Leinzell.

Viele unterschiedliche Aufgaben erwarten die Bauspezialisten in den kommenden Monaten auf dem Rieg-Areal in der Ortsmitte neben der Leinbrücke in Leinzell. Momentan werden die Gebäude abgerissen, um die Fläche für die Bebauung mit einem Wohnpark vorzubereiten. Dabei handelt es sich um eines der größten privaten Bauvorhaben in den vergangenen Jahrzehnten.

Architekt Peter Kappes aus Stuttgart, der für eine Investorengruppe tätig ist, die das ganze Areal aufgekauft hat, rechnet damit, dass alle Abbrucharbeiten bis spätestens Ende nächster Woche erledigt sein werden.

Zeitintensiv ist der Abbruch allemal, denn es kommt längst nicht mehr – wie früher – „die Abrissbirne“ zum Einsatz, wie Kappes erklärt. Heute gilt es, alle Materialien zu sortieren und dann entsprechend zu entsorgen oder der Wiederverwertung zuzuführen.  Etwa Holz oder Metall. „Das Gewerbeaufsichtsamt war kürzlich vor Ort – es gab keine Beanstandungen“, zeigt sich der Architekt zufrieden.

Aktuell liegt noch keine Baugenehmigung für die  Gebäude vor, die sich später einmal mit drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss obenauf präsentieren werden. Sobald die Genehmigung vorliegt, wird jedoch zuallererst für Hochwasserschutz gesorgt. „Ringsum wird dann eine Verbundwand mit Stahlteilen erstellt. Als Schutz vor einem Jahrhunderthochwasser“, beschreibt Peter Kappes den nächsten Schritt.

Sobald diese erstellt ist, erfolgt der Aushub für die Tiefgarage, die den Bewohnern aller Häuser Parkmöglichkeiten bieten wird. Im nördlichen Teil des Grundstücks wird mit deren Bau gestartet. Sobald rund 70 Prozent der Tiefgarage erstellt sind, also „von hinten nach vorne“, wird diese bereits Parkfläche für die Fahrzeuge der Handwerker bieten. „Denn die Straßen ums Gelände sollen nicht durch Baustellenfahrzeuge belastet werden“, macht der Stuttgarter Architekt deutlich.

Wird's ein Ärztehaus geben?

Aktuell werden die Ausschreibungen versandt. „Wir werden 80 bis 90 Prozent regionale Firmen anschreiben“, will der Planer, das auf jeden Fall örtliche Firmen zum Zug kommen sollen. In engem Kontakt sei man auch mit Interessierten bezüglich eines anvisierten Ärztehauses samt Apotheke. Eines der insgesamt acht Gebäude wird so medizinische Dienstleistung bieten. Bezüglich der Nachfrage nach Wohnungen informiert Architekt Peter Kappes, dass es bereits Anfragen auf rund zwei Drittel aller Wohnungen gibt. „Viele möchten Kapital anlegen und fragen bei uns nach“, freut er sich übers große Interesse.

Sobald die Ausschreibungsergebnisse vorliegen, können die Kosten abgeschätzt werden. Wenn man dann auf der sicheren Seite ist, wird „hoffentlich bis Ende November, Anfang Dezember“ ein Kaufpreis kalkuliert und genannt werden können, hofft Peter Kappes.

Neben Wohnflächen, Ärztehaus und Apotheke sollen auch unterschiedliche Geschäfte zur Hauptstraße hin, im Erdgeschoss Platz finden. Etwa ein Bäcker. Bis Jahresende 2024 soll der komplette Wohnpark fertiggestellt sein. So sieht es zumindest die Zeitschiene vor.

Bagger ebnen durch Abriss von Gebäuden den Weg für den Wohnpark auf dem Rieg-Areal in Leinzell.

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