84 Wohnplätze - für Pendler schwierig

+
Gschwend 2022 aus der Luft an einem Markttag
  • schließen

Um die 5000 Menschen auf 5000 Hektar Markungsfläche. Was die Gschwenderinnen und Gschwender an Wünschen und Anregungen für ihre Gemeinde formulieren.

Gschwend

Um die 5000 Einwohner - verteilt auf 84 Wohnplätze und über 5000 Hektar Markungsfläche - das ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits leben die Menschen in den Teilorten und Weilern eine gute Gemeinschaft - andererseits, das zeigen etliche Rückmeldungen, fühlen sie sich abgehängt, nicht zugehörig, in ihren Bedürfnissen zu wenig beachtet. „Hundsberg, das vergessene Dorf“, lautet zum Beispiel einer dieser Kommentare.

Folgerichtig ist der am meisten geäußerte Wunsch der nach einer besseren Nahverkehrsanbindung. „Als Pendler muss man das Auto nehmen, weil der ÖPNV für Schüler getaktet ist“, heißt es da. Oder auch „die Verkehrsanbindung ist sehr schlecht, in den Ferien fast gar keine“. Vor allem auch für Jugendliche unter 20 Jahren eine schwierige Situation, meint eine Teilnehmende. Und schließlich wünschen sich etliche auch „billigere Bus-Tickets“.

Aber es geht nicht nur um den Bus. Auch beim Fahrrad sehen die Gschwender Nachholbedarf: „Es sollte“, heißt ein ganz konkreter Vorschlag, „dringend ein Radweg vom Teilort Mittelbronn nach Seifertshofen realisiert werden. Zumal die Gemeinde Gschwend auch immer als Erholungsort im schwäbisch fränkischen Wald wirbt. Aber hier muss man auf 2 km Länge auf der Landstraße fahren und PKW fahren mit über 100 km Geschwindigkeit an einem vorbei. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß.“

Fast genauso dringend fordern die Umfrageteilnehmer Verbesserungen im virtuellen Verkehr: „Ebenfalls sollte der Breitbandausbau überarbeitet werden, da nur in den Wohnhäusern entlang der Hauptstraße ein Glasfaseranschluss zur Verfügung steht. Alle andere Haushalte in Mittelbronn haben maximal eine Internet Geschwindigkeit von 50 MB. Auch dies ist grenzwertig im Zeitalter von Home Schooling und Home Office,“ findet einer der Teilnehmenden.

Ein anderes Statement formuliert es noch plakativer: „Unsere schöne Gemeinde Gschwend ist leider vor 30 Jahren eingeschlafen“, heißt es da. Gefordert wird mehr Engagement zum Beispiel bei „der Erneuerung des Feuerwehrgebäudes, Sanierung der Spielplätze, Jugendarbeit, barrierefreier Zugang zum Rathaus, Attraktivität für den örtlichen Einzelhandel oder Sanierung des Schulgebäudes.“ Modernere Spielplätze und die Sanierung des Schulgebäudes werden noch öfter als Wünsche formuliert. Und auch das „Wasserreich“ taucht einige Male auf. Die Gschwender wollen das Bad wieder voll nutzen - wie vor der Pandemie, heißt es da zum Beispiel.

Sorgen machen sich manche Umfrageteilnehmende auch um die Natur und den Wald in der Gemeinde. Einer der Hinweise lautet hier: „Verbesserung des Naturschutzes insbesondere in unseren Waldgebieten. Naturwald statt Waldautobahnen für Vollernter“. Geschwindigkeitskontrollen, ein Schuhladen, dass die Ruhebänke im Winter nicht abgebaut werden, sind weitere Anregungen und Wünsche. Fast immer lässt sich aus den Statements aber auch herauslesen, was ein Teilnehmender so formuliert: „Ich bin eigentlich sehr zufrieden.“

Alle Ergebnisse gibt es hier. 

Bessere Taktung und billigere Bustickets.“

Ein Teilnehmender, denkt hier besonders an die Jugend

Zurück zur Übersicht: Gschwend

Mehr zum Thema

Kommentare