Anrufe von unbekannten Rufnummern - Polizei warnt

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Rufnummermissbrauch vor allem im Bereich Gschwend. Polizei gibt Tipps.

Gschwend. In letzter Zeit ist es im gesamten Präsidiumsbereich des Polizeipräsidiums Aalen, insbesondere jedoch im Bereich Gschwend (Vorwahl-Bereich 07972), vermehrt zu Anrufversuchen mittels vermutlich "gespoofter" Telefon-Festnetznummern gekommen. Das teilt die Polizei am Donnerstag mit. Bei den Angerufenen erscheinen bei dieser Form des Rufnummernmissbrauchs angeblich verpasste Anrufe von nicht bekannten jedoch existenten Rufnummern. Tatsächlich kennen sich die Anschlussinhaber untereinander nicht und die Besitzer der verwendeten Rufnummern haben auch selbst gar keinen derartigen Anruf getätigt.

Der Polizeiposten Spraitbach hat festgestellt, dass es in diesem Zusammenhang bislang zwar zu keinen Straftaten gekommen ist, dennoch kann es immer sein, dass ein solcher Missbrauch von Rufnummern im Zusammenhang mit Betrugsdelikten steht. Beispielsweise werden solche Anrufe mit falschen Rufnummern auch im Zusammenhang mit Microsoft-Support-Calls oder anderen Betrugsdelikten wie Gewinnversprechen, falschen Polizeibeamten oder ähnlichem verwendet.

Die schnellen Tipps der Polizei

1. Rufen Sie keine Ihnen unbekannte Rufnummern zurück
2. Erstatten Sie Anzeige, wenn sie mit Betrügern, zum Beispiel bei Gewinnversprechen oder bei Microsoft-Support-Calls Kontakt hatten
3. Legen Sie sofort auf und beenden Sie das Gespräch
4. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
5. Holen Sie sich Rat bei Freunden, Bekannten oder Verwandten
6. Schützen Sie sich indem sie
- Am besten direkt beim Telefonprovider
- Auslandsrufnummern sperren lassen, falls Sie sowieso nicht über das Festnetz ins Ausland anrufen
- Sonderrufnummern, die Sie nicht benötigen, sperren lassen
- Die Höhe Ihrer Telefonrechnung auf einen bestimmten Betrag begrenzen lassen. Ist dieser Betrag erreicht lassen sich in dem Abrechnungsmonat keine weiteren kostenpflichtigen Telefonate führen.
- Für Ihren Mobilfunkanschluss kostenlos eine Drittanbietersperre beantragen
- Informieren Sie sich bei Ihrem Telefonprovider über diese Maßnahmen
- Rufnummernsperren können Sie auch selbst in vielen Routern eintragen. Hierfür sind jedoch gewisse technische Kenntnisse erforderlich, und die Sperrung direkt beim Anbieter ist sicherer.

Betroffene sollen laut Polizei die angezeigten Rufnummern schnellstmöglich der Bundesnetzagentur über das Internet (bundesnetzagentur.de - Verbraucherportal - Anfragen und Beschwerden - Ärger mit Rufnummern und Anrufen - Rufnummernmanipulation) melden.

Die Bundesnetzagentur hat auch eine Reihe von Tipps zum Schutz zusammengestellt: bundesnetzagentur.de/Verbraucherportal-Digitales und Telekommunikation-Ärger mit Rufnummern und Anrufen-Unerlaubte Telefonwerbung.

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