Beim Gschwender Krämermarkt gibt's sogar „Hät'sch-mr-no“

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Gerne plaudert Marktbeschickter Berthold Gutheil mit seinen Stammkunden.
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Ein Besuch beim Krämermarkt mit über 20 Beschickern auf dem Gschwender Marktplatz. Was angeboten wird und wie die Händlerinnen und Händler die aktuelle Lage erleben.

Gschwend

Gerade ging es wieder bergauf, Corona war nicht mehr das alles bestimmende Thema für die Marktbeschicker und ihre Kunden. Da kommt der nächste Dämpfer. Galoppierende Preise wirken sich eher wenig förderlich auf die Kauflust der Menschen aus.

Das erleben zurzeit die Standbetreiber, nicht nur auf dem Maimarkt, der am Mittwoch in Gmünd zu Ende gegangen ist. Auch in Gschwend, wo sich mit fast 20 Ständen wieder ein ansehnliches Angebot entwickelt hat, gab es bis zur Mittagszeit wenige Besucher, die sich einfach nur von den Auslagen zum Kaufen verlocken ließen. Immerhin hatten Beschicker mit qualitativ hochwertigerer Ware - etwa Berthold Gutheil aus Durlangen mit seinem Wäschestand, oder direkt daneben Klaus Hörger aus Bartholomä mit der Schleifmaschine und vielen praktischen Haushaltshelfern - einen nicht zu vernachlässigenden Zulauf an Stammkundschaft. Männer, die ihre Unterhemden gleich im Dreier oder Sechserpack mitnahmen. Frauen, die „dem String-Tanga bewusst abgeschworen haben und inzwischen solide und bequeme Wäsche bevorzugen“, wie eine Kundin lachend erzählt. Und es genießt, dass zum Einkauf auf dem Markt immer auch ein Schwätzchen gehört.

„So ist unser Sortiment entstanden“, verrät Ulrike Hörger augenzwinkernd. Während ihr Mann sich professionell der stumpf gewordenen Maschinen oder Scheren angenommen habe, sei sie immer gefragt worden: „Hät'sch mr net no ...“. Deshalb liegen oder hängen heute Bürsten und Besen, Trichter und Messbecher, schön gedrechselte Holzutensilien oder Muckabatscher in allen Größen am Stand. „Unser Hät'sch-mr-no-Sortiment“, deutet sie lachend auf die Vielfalt. Die um die Mittagspause dann doch die Flaneure anlockt. Und manche Hausfrau, die ihren gewohnten Gang zum Wochenmarkt, der ab 13 Uhr beginnt, an diesem Donnerstag ausdehnt, um Magnetschmuck, Hüte, Schuhe, Gartenpflanzen, Bücher und vieles mehr in Augenschein zu nehmen und das ein oder andere zu kaufen.

Viele Kunden kenne ich schon lange.“

Berthold Gutheil,, Marktbeschicker

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