Eine Dauerausstellung ist das Ziel

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Der Gschwender Maler Peter Jakob Schober soll in einer Dauerausstellung gewürdigt werden. Momentan werden Werke von ihm gesammelt. (v.li.) Manfred Haisch (Bürgerstiftung) sowie Sandra und Ralf Brix vom Gschwender Museum.

Die beiden Gschwender Ralf Brix und Manfred Haisch sind auf der Suche nach Räumlichkeiten. Denn der berühmte Gschwender Maler Peter Jakob Schober soll gewürdigt werden.

Gschwend

Was hat ein Gebäude in der Welzheimer Straße in Gschwend mit der Villa Reitzenstein in Stuttgart gemein? Den Namen Peter Jakob Schober. Denn zum einen ist der Gschwender Spross in der Welzheimer Straße aufgewachsen. Zum anderen aber stammen rund 80 Prozent aller Ministerpräsidenten-Porträts in der Villa Reitzenstein aus seiner Hand. Grund genug, dem Maler und Kunstprofessor an der Kunstakademie in Stuttgart eine Würdigung zukommen zu lassen.

Wie eine solche aussehen soll, berichten Ralf Brix und Manfred Haisch. Der eine ist der Vorsitzende des Gschwender Museums in Horlachen, der andere stellvertretender Vorsitzender und Stiftungsrat der Gschwender Bürgerstiftung. Und in dieser Funktion konnte Haisch dem Museum nun eine 1500-Euro-Spende zukommen lassen. Mit dem Ziel, dass man sich intensiv um die Werke von Peter Jakob Schober kümmert und sie sammelt. Eine Dauerausstellung ist gewollt.

Doch dafür muss es aber erst einmal eine passende Räumlichkeit geben. Manfred Haisch und Ralf Brix vom Museum könnten sich hier beispielsweise den Musiksaal der Heinrich-Prescher-Schule vorstellen. Hier gebe es ohnehin bereits Werke von Schober. Möglich wäre aber auch irgendein Haus am Ort, das es zu Lebzeiten Schobers (1897 bis 1983) schon gab. Und das die Gemeinde eventuell erwerben könnte?

Kurzum, Ideen gibt es genug. Doch bevor man überhaupt ausstellen kann, gilt es, an die Werke von Peter Jakob Schober ranzukommen. Meist finden sich diese nämlich in Privathaushalten. Ralf Brix wird nicht müde, in Auktionshäusern oder im Internet danach zu stöbern. Auch bei Haushaltsauflösungen achtet er mit Argusaugen darauf, dass kein Werk des Gschwender Malers durch die Lappen geht. Weshalb Haushaltsauflösungen oder Entrümpelungen, etwa von Scheunen oder Ähnlichem, mittlerweile auf der Angebotsagenda des Museumsteams mit seinen aktuell rund 65 Mitgliedern stehen.

Mittlerweile sind 36 Schober-Werke im Besitz des Museums. Unter anderem zwei Ölgemälde, diverse Lithografien oder eine persönliche Postkarte, die der Künstler als Geburtstagsgruß an eine Dame schrieb und bemalte.

„Wir möchten das Gedenken an Schober besser in der Gemeinde verankern“, begründet Manfred Haisch das Ansinnen. Dass für eine Dauerausstellung im Museum aber schlicht der Platz fehlt, ist klar. Denn auch dieses befindet sich in einem großen Umbruch. Museumspädagogik soll einziehen. Aktuell wird der Bestand gesichtet, Exponate, die doppelt und dreifach vorhanden sind, verkauft im Museumsshop. Der hat mittlerweile in einer Scheune hinter dem Museum geöffnet. „Wir konnten bereits 1500 Euro einnehmen. Mit diesem Geld können wir Dinge anschaffen“, freut sich Ralf Brix. Manche alte Milchkanne, derer es zuhauf gab, wurde mittlerweile so verkauft.

Schober-Werke zum Kauf oder als Leihgabe gesucht

Um Schober-Werke aufzufinden, nutzt Ralf Brix seine guten Drähte zu Auktionshäusern und Ähnlichem. „Er war ein sehr produktiver Maler“, weiß Manfred Haisch. Aquarelle, Radierungen, Lithografien, Ölgemälde in unterschiedlichen Stilen, hat Schober erschaffen. Er zählte zu den Gründern der Expressionistenszene in Stuttgart. Und ihn will man nun als Heimatort Gschwend ins Rampenlicht holen. Dazu bedarf es der Mithilfe aller. Wer also irgendwo ein Werk von Peter Jakob Schober vorweisen kann, es verkaufen oder auch als Leihgabe zur Verfügung stellen möchte, kann sich an Ralf Brix, unter (07972) 9127686 wenden. Brix: „Wir möchten noch möglichst viele Werke ergattern.“

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