Erfolgreiche Marktsaison trotz Corona

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Auch wenn coronabedingt einiges anders war: Der Bauernmarkt auf den Platz vor dem Dorfhaus in Mittelbronn war in diesem Jahr wieder ein beliebter Treffpunkt. Dorfgemeinschaft, Händler und Kunden sind zufrieden.

Am Samstag gab's zum letzten Mal im Jahr 2020 den Bauernmarkt vor dem Dorfhaus in Mittelbronn. Wie das Fazit der Verantwortlichen ausfällt und wann die Saison 2021 startet.

Gschwend-Mittelbronn

Es war besser als gedacht. Wir hatten stets viele Besucher und die Standbetreiber hielten die Treue", sagt Norbert Hinderberger, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Mittelbronn. Sein Fazit der diesjährigen Bauernmarktsaison falle daher positiv aus – und das, obwohl coronabedingt nicht wie geplant im März, sondern erst am 27. Juni erstmals auf den Platz vor dem Dorfhaus eingeladen werden konnte.

Viele Wochen lang musste Norbert Hinderberger die Kundschaft vertrösten, denn aufgrund der Pandemie konnte lange Zeit kein Bauernmarkt in Mittelbronn stattfinden – erst Ende Juni war die lange Durststrecke vorbei. Zwischen zehn und 15 Marktstände erwarteten seither die Kunden. Frisches Gemüse, Käse, Bauernbrot und selbst Eingelegtes sowie Seifen und Floristikartikel lagen unter anderem in den Auslagen der Händler. Auch Direktvermarkter aus einem weiten Umkreis – aus Remshalden und Gaildorf – hielten ihre Angebote aus der Heimat bereit. Sie boten ihrer Kundschaft Äpfel, Schnäpse und Liköre, Eier und vieles mehr an.

Verzichten mussten Marktbesucher allerdings auf die sonst übliche Bewirtung. Coronabedingt. So servierte die Dorfgemeinschaft zum Beispiel keine Getränke und keine Wurst. Und auch Vereine, Gruppierungen, Schulen, Kindergärten und viele andere boten keinen Kaffee oder Kuchen an.

Auch das 20-jährige Bestehen des Marktes konnte nicht gefeiert werden. "Da machte Corona uns einen Strich durch die Rechnung", bedauert Norbert Hinderberger. Gefeiert werden konnte auch am Samstag nicht, als der Bauernmarkt zum letzten Mal in diesem Jahr geöffnet hatte. Und dennoch durften sich Besucher über weihnachtliches Marktflair freuen. Gab es doch Adventsgestecke, Misteln oder Weihnachtsbasteleien – etwa am Stand von Julius und Emil. Die beiden elf- und neunjährigen Buben hielten für Kunden Holzbasteleien bereit und beschrieben auf Nachfrage, dass auch Mama und Opa bei der Herstellung geholfen hatten. Warum sie zum ersten Mal auf dem Bauernmarkt waren, wo sie doch aus Birkenlohe und Tierhaupten kommen? "Weil wir uns eine Drohne kaufen möchten und etwas Geld verdienen wollen", erklärten die beiden geschäftstüchtigen Jungs.

Da machte Corona uns einen Strich durch die Rechnung.

Norbert Hinderberger, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft

Im September waren es 20 Jahre, die der Bauernmarkt beim Dorfhaus in Mittelbronn zu finden ist. Seither hat sich die Mitgliederzahl der damals gegründeten Dorfgemeinschaft auf 120 Personen erhöht. Und das Dorfhaus hat sich seither zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt – ebenso der Bauernmarkt, der seither stets am letzten Samstag im Monat zwischen April und Oktober ausgerichtet wird. Mit einer Ausnahme: Im November gab es und gibt's ihn schon eine Woche früher, da dann Adventsgestecke angeboten werden.

Der Markt ist aber viel mehr als "nur" ein Markt. Er ist Kommunikationstreffpunkt für alle Generationen. Und eben dieses Flair begeistert beispielsweise auch Dorothea Streich aus Gschwend, die weihnachtliche Floristik verkaufte. Nebenan bot Kathrin Mamotte aus Cronhütte ihre selbst hergestellten Bio-Seifen an. Beide waren sich einig: "Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall mit dabei." Die neue Marktsaison soll nach aktuellem Stand am 27. März 2021 starten.

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