Vollgas bei Sanierung der Ortsmitte

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Der Blick auf die Gschwender Ortsmitte. Im Zentrum der Marktplatz. Darüber der Gebäudekomplex der Seniorenheimat Schuppert. Dazwischen das Areal „Am Wettenbach“.
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Gschwender Gremium diskutiert ergebnisoffen über Rathausstandort und Wettenbach-Areal. Sondersitzung am 16. August zur Vorbereitung der weiteren Verhandlungen

Gschwend

Mit Nachdruck haben Gemeinderat und Verwaltung am Montag die Ärmel hochgekrempelt und die Sanierung der Ortsmitte endlich wieder in Schwung gebracht. Bürgermeister Christoph Hald rief die Klausurtagung im März 2020, vor dem ersten Lockdown, in Erinnerung. Seitdem ruhte der Prozess – um jetzt mit Vollgas gewaltig Fahrt aufzunehmen. Unter anderem mit einer Sondersitzung des Gemeinderats am 16. August. Denn im September sollen wichtige Gespräche mit dem Regierungspräsidium und dem Innenministerium geführt werden. Über eine mögliche Verlängerung des Programms Ortsmitte II und auch über eine erhoffte Aufstockung der Finanzmittel.

Den Sachstandsbericht mit den zentralen Teilgebieten Rathaus und „Am Wettenbach“ verbanden Bürgermeister und Gremium dabei mit einer ergebnisoffenen Diskussion.

Für das Rathaus präsentierte Arun Gandbhir vom Planungsbüro Steg das Für und Wider der drei denkbaren Standorte – die das sind:

ein Umzug der Verwaltung ins Schulgebäude. Vorteil wäre eine behördentaugliche Bausubstanz, ausreichend Fläche. Nachteil ganz klar, dass es weniger Zuschüsse gäbe, weil das Gebäude nicht im Sanierungsgebiet liegt, dass der Umzug den Ortskern schwächt und das Rathaus leer stünde.

das Rössle-Areal am Marktplatz wäre, verbunden mit dem dahinterliegenden Gebäude, von der Größe her geeignet. Die Bausubstanz müsste man untersuchen, die Kosten für den Erwerb der Gebäude kennt man nicht, und wie schnell sich die Idee umsetzen lässt, ist ungewiss. Auch hier bräuchte es eine Idee für die Nachnutzung des Rathauses.

das alte Rathaus hält das Planungsbüro für die beste Lösung, weil es die meisten Zuschüsse gibt, weil die Ortsmitte aufgewertet und das Sanierungsgebiet insgesamt einen positiven Impuls bekommt, weil die Gschwender mit ihrem Rathaus etwas verbinde. Heikel allerdings, der schwer einzuschätzende Umfang der Sanierung.

Genau das ist es auch, was die Mitglieder des Gremiums zögern lässt. Sie wünschten sich eine vergleichende Analyse der drei Standorte. Gefühlt, sagte etwa Joachim Hauenstein, komme das Rössle-Areal zu teuer. Und er wünschte sich eine Bewertung für das Alte Rathaus. Falle die positiv aus, wäre das sein Favorit. Steffen Wahl hingegen hielt eine Kombination aus Sanierung des Alten Rathauses und teilweiser Auslagerung der Verwaltung in die Schule für denkbar. Bis 16. August werde man alle Fragen so detailliert wie möglich aufarbeiten, versprach der Bürgermeister.

Für das Teilgebiet „Am Wettenbach“ stellte dann Silvia Fichtner von der Steg den Planungsstand vor. Zentrales Element ist hier das Areal um die gemeindeeigene Grünfläche zwischen Seniorenheimat Schuppert und dem Marktplatz. Hier wird die Seniorenheimat einen Neubau erstellen, um die Anforderungen des Gesetzgebers erfüllen zu können. Zwischen diesem Neubau und dem Marktplatz schlug die Planerin dann vor, denn Wettenbach freizulegen und entweder

relativ dicht, drei- und viergeschossig Stadthäuser mit jeweils sieben Wohnungen pro Haus zu bebauen oder

in lockerer Bauweise mit jeweils drei- und viergeschossigen Punkthäusern mit jeweils drei bis vier Wohnungen zu erstellen.

Bei dichter Bebauung wäre zwischen der Schlechtbacher- und der Gmünderstraße eine Tiefgarage vorstellbar. Bei lockerer Bauweise würde die Scheune erhalten und genutzt.

Wir werden bis dahin alle Infos aufarbeiten.“

Christoph Hald,, Bürgermeister

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