Was hat es mit dem "Brocken" auf dem Gschwender Krämermarkt auf sich?

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Zahlreiche Händler bieten beim Krämer- und Wochenmarkt in der Gschwender Ortsmitte ihre Waren an.
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Die Gemeinde Gschwend präsentiert auf dem Marktplatz den „Brocken“ als Kunstprojekt. Was es mit dem Steingebilde auf sich hat und was das Kreisjubiläum im Jahr 2023 damit zu tun hat.

Gschwend

Verblüfft blieb am Donnerstagmorgen mancher Besucher des Gschwender Krämer- und Wochenmarkts auf dem Marktplatz vor einem großen Gesteinsgebilde stehen. Mitten auf dem Platz, zog es viele Blick auf sich. Und regte zu Fragen an. Um elf Uhr, gleich nach dem Läuten der Kirchturmglocken, gab Gschwends Bürgermeister Christoph Hald dann die Antwort auf diese Frage. Bei dem überdimensionalen Stein handle es sich um ein Kunstwerk, dass nun möglichst durch alle 42 Ostalbkommunen wandern soll. Und jede Stadt, jede Gemeinde solle am „Feinschliff“ des Steins mitwirken. Individuell, je nach Lust und Laune.

Für das Aalener Künstlerkollektiv ergriff Silke Schwab das Wort. Sie erklärte, dass das Kunstwerk den Namen „Brocken“ trägt. Passend, denn mit einem Gewicht von rund 5,1 Tonnen ist es wirklich ein „Brocken“. Gemeinsam mit dem Regionalmanagement Kultur des Landratsamts Ostalb wurde so die Idee geboren, ein Symbol für den Zusammenhalt im Landkreis zu schaffen. Pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum des Ostalbkreises 2023 soll dann der gemeinschaftlich von allen Kommunen geschliffene „Brocken“ ausgestellt werden, wie Ines Mangold-Walter vom Regionalmanagement Kultur erläuterte. „Da ist es natürlich wünschenswert, dass alle Kommunen sich auch beteiligen und jeweils den Brocken vom vorherigen Aussteller abholen“, hofft sie.

Die Bauhofmitarbeiter um Leiter Ulrich Schneider machten sich so etwa am Dienstag auf den Weg nach Rainau, wo der „Brocken“ zum ersten Mal ausgestellt wurde. Dort erhielt er einen Limes-Stein. In Gschwend wiederum, hatte der Nachwuchs aus dem Kinderreich Buschberg die Idee, den „Brücken“ mit selbst bemalten, kleinen Steinen zu bestücken. „Um dadurch die bunte Vielfalt Gschwends zu symbolisieren“, wie Bürgermeister Hald begeistert erklärte.

Zwar hatte sich Gschwend als erste Gemeinde um den „Brocken“ beworben, stellt ihn nun aber als zweite Gemeinde im Kreis, nach Rainau, aus. Grund: „Wir dachten uns, dass die Premiere der Präsentation auf dem Marktplatz bestens zu unserem Krämer- und Wochenmarkt passt“, erläuterte der Schultes. Dort bleibt er nun die kommenden zwei Wochen stehen, bis ihn die Bauhofmitarbeiter von Ruppertshofen abholen und in dieser Gemeinde platzieren.

Viel wurde über das Gewicht gerätselt. Die einen tippten auf eine Tonne, andere auf acht Tonnen. Die Frau des Feuerwehrkommandanten, Tina Mursch, lag am nächsten mit ihrer Schätzung: 4,7 Tonnen. Wie der „Brocken“ hergestellt wurde, erklärte wiederum Künstlerin Silke Schwab: Er wurde in einem tiefen Erdloch zusammen mit glänzenden Materialien wie Glas in Beton gegossen. Um dann herausgehoben zu werden. Dabei hat der „Brocken“ einen weichen Kern aus Styropor, damit das Gewicht nicht noch schwerer sein würde.

So haben die Ostalb-Kommunen die Möglichkeit, sich sichtbar auf dem Brocken zu verewigen. Bürgermeister Hald und Bauhofleiter Schneider brachten ein kleines Schild von Gschwend samt Wappen an. Dann griff der Bauhofleiter zum Spezialkleber und platzierte die bunten Steine der Kinder. „Wie ein Juwel“, wurde von den Besuchern festgestellt. Als Museumsbeauftragte des Ostalbkreis merkte Heidrun Heckmann hierzu an, dass Gschwend ohnehin bereits ein „Juwel“ habe: Das Heimatmuseum in Horlachen.

Zum Aalener Künstlerkollektiv gehören Silke Schwab, Andreas Böhm, Martina Ebel, Ines Tartler und Andreas Welzenbach. Möglich wurde dieses Kunstwerk durch die Kooperation mit dem Regionalmanagement Kultur des Ostalbkreises, mitfinanziert von der Bundesförderung „Neustart Kultur“.

Um dadurch die bunte Vielfalt Gschwends zu symbolisieren.“

Christoph Hald,, Bürgermeister
Gschwends Bürgermeister Christoph Hald (hinten rechts) freut sich gemeinsam mit vielen Kinder über das 5,1 Tonnen schwere Kunstwerk.

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