Wo der Grüffelo den Märchenwald bewacht

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Der Gschwender Märchenwald hat jetzt den Grüffelo als neue Station. Die Azubis vom Forst Hohenohl haben diese geschaffen. Die Forstchefs und Bürgermeister Christoph Hald freut's.
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Auszubildende des Forststützpunkts Hohenohl gestalten in Gschwend eine neue Station.

Gschwend. Ein Spaziergang mit der ganzen Familie durch den Wald lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Doch in Gschwend, nahe des Badsees, lockt seit 2006 zusätzlich ein Märchenwald alle Generationen an. „Und ist weit über die Region hinaus bekannt“, erklärt Bürgermeister Christoph Hald. Einst von Forstamtsleiter Karl-Heinz Lieber und Gattin initiiert und von den Forstberufsanwärtern des Ausbildungsstützpunkts Hohenohl bei Gschwend umgesetzt, war der Märchenwald mit seinen Stationen „in ein märchenhaftes Alter geraten“, wie der stellvertretende Forstbezirksleiter Tobias Horwath zwinkernd bemerkt. Sprich, der Zahn der Zeit nagte sichtbar an den Stationen, die allesamt aus Holz erstellt worden waren.

Neue Station geschaffen

Doch jetzt zeigt sich, dass die Rotkäppchen-Station wieder neu erstellt und verlegt worden ist. Auch das e Wald-Xylofon wurde neu konstruiert. Doch es ist auch eine ganz neue Station über den Winter entstanden: Grüffelo. In den Wintermonaten setzten neun Forst-Auszubildende vom Hohenohl diese Figur, die Geschichte von der kleinen Maus und ihrem furchterregenden Freund an einer Station um. Der Bürgermeister zeigte sich begeistert vom Entstandenen und bemerkte, dass nun eigentlich der Ministerpräsident nach Gschwend kommen müsse. Grund: „Es ist sein Lieblingsmärchen.“

Als stellvertretender Forstbezirksleiter verwies Tobias Horwath darauf, dass Forst BW auch für die Erholungsvorsorge im Forst zuständig ist. Er begrüßte es, dass der Märchenwald in den Erlebnispfad „Tännli“ eingebunden sei und sicherte zu, dass kontinuierlich an dessen Attraktivität gearbeitet werde. Als nächstes Projekt kündigte er die Auffrischung der Kugelbahn an. Und sah dies als gutes Engagement für die Erholungsvorsorge. Er beglückwünschte die Forst-Auszubildenden zu ihrem Talent. „Bei mir reicht's beim Griff zur Motorsäge nur zum Brennholz machen“, stellte er fest. Die Azubis vom Hohenohl bewiesen bei der neuen Grüffelo-Station jede Menge Talent im Umgang mit Säge und Holz. So steht man im Wald plötzlich am Tor zum Märchen beim Grüffelo. Einiges wartet hier auf den Besucher. Etwa ein Labyrinth, eine Holzschlange, auf der man balancieren kann und vieles mehr. Alles auch Naturmaterial erschaffen. Ein ausgehöhlter Stamm steht für eine Eule. Da kann man durch diverse Löcher spicken, um die kleine Maus zu sehen. Mitmachen ist angesagt. „Es ist was Tolles geworden“, spart Horwath nicht für Lob für die angehenden Forstfachkräfte, die unter der Anleitung der Ausbilder Klaus Sanwald und Bernd Maier wirklich Zauberhaftes geschaffen haben. Als sehr gelungenes Gemeinschaftsprojekt sieht auch Revierleiter Gottlieb Zimmermann diese neue Station. Und erinnert sich an die Säge- und Schnitzarbeiten für die Figuren, die „bei Eiseskälte“ im Hohenohl durchgeführt wurden.

100 Euro für die Vesperkasse

Bürgermeister Hald hielt bei der Präsentation einen 100-Euro-Scheck für die Vesperkasse der Auszubildenden bereit. Und informierte darüber, dass der Touristikflyer von Gschwend nun überarbeitet werden. Und in diesem auf die Leistung der Azubis für den Märchenwald aufmerksam gemacht werde. Unterstützung für den Flyer gibt’s vom Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. Ebenso wie für die neue Beschilderung vom Waldpfad „Tännli“. Abermals dankte er den Auszubildenden für ihre „liebevolle Detailarbeit“, für die es Planungs-Unterstützung von Martina Gaus gab. Sie ist beim Forst BW für Waldpädagogik zuständig.

Übrigens, bei den Märchenstationen gibt es auch einen QR-Code, der mit dem Handy gescannt werden kann. So erhalten Interessierte Informationen über die Stationen. Anja Jantschik

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