Happy-End im Burren

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Bis zum Ende der Ortsdurchfahrt Burren zieht sich das etwa 500 Meter lange Teilstück der Landesstraße 1158, das vor sechs Jahren saniert und optimiert, aber erst jetzt abgerechnet wurde.

Alte Baumaßnahme in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Was alles dahintersteckt.

Abtsgmünd-Untergrönngen

Eine sechs Jahre alte Straßenbaumaßnahme im Untergröninger Ortsteil Burren ist jetzt abgerechnet worden. Die Sache war offenbar ein bisschen kompliziert. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates hatte Ortsbaumeister Ralf Löcher davon gesprochen, eine "Grenzvermessung" habe zu dieser Verspätung geführt.

Auf Anfrage der Zeitung erklärt Bürgermeister Armin Kiemel, dass es in der Tat schwierig gewesen sei, mit der Abrechnung zu Potte zu kommen. Vor allem deshalb, weil man für den Bau eines neuen Gehweges in langwierigen Grundstücksverhandlungen gewesen sei unter anderem mit der Diözese Rottenberg/Stuttgart. Die Diözese managt Grundstücksgeschäfte für die örtlichen Kirchengemeinden. "Da waren sehr viele Rücksprachen notwendig", umschreibt es der Bürgermeister. Erst neulich wurden die Verträge notariell beurkundet.

Gefährlich für Fußgänger

Aber auch das Bauen selbst scheint nicht gerade einfach gewesen zu sein. Es geht um eine knapp 500 Meter lange Strecke der Landesstraße 1158 zwischen dem Kreisel bei der "Kolonie", bergan bis zum Ende der Ortsdurchfahrt Burren. Immer wieder war aus Untergröningen darum gebeten worden, entlang dieses Straßenabschnitts einen Gehweg anzulegen. Denn an der viel befahrenen Strecke mussten Fußgänger vom Burren her entweder auf der Straße oder aber auf dem Grünstreifen gehen, bis zur Einmündung Burren. Während Autos und Lkws hinab in Richtung an ihnen vorbeizischten oder -donnerten.

2014 haben dann das Land Baden-Württemberg (Landesstraße) und die Gemeinde Abtsgmünd (Ortsdurchfahrt Burren, Gehweg) die Sache gemeinsam in Angriff genommen. So musste die Straße nicht länger als nötig gesperrt werden. Den Auftrag hatte die Firma Bortolazzi Straßenbau aus Bopfingen. Eigentlich sollte nur die Asphaltdecke der Fahrbahn erneuert werden. Beim Abfräsen stellte sich aber heraus, dass die Tragschichten darunter nicht mehr intakt waren und großteils ebenfalls erneuert werden mussten. Das hat zu einer Kostensteigerung von etwa 70 000 Euro geführt.

Finanzierung der Mehrkosten

Gute Nachricht zum Schluss: Die Vergabesumme hatte deutlich unter der Kostenberechnung gelegen, sodass dadurch die Mehrkosten vom Haushalt der Gemeinde gedeckt gewesen sind. Die Baukosten in Höhe von 490 000 Euro wurden zudem vom Land mit knapp 190 000 Euro bezuschusst.

Es geht um diese etwa 500 Meter lange Strecke. Grafik: ca

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