Kommentar: Anke Schwörer-Haag zur Schließung des „Nah und gut“

Höchste Zeit für Konzepte

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Anke Schwörer-Haag

Weder ein Laden mitten im Dorf, noch ein Wochenmarkt sind Selbstläufer. Das ist der dringende Hinweis aus der Vergangenheit, als sich viele Bürgerinnen und Bürger stark gemacht für ihre Nahversorgung in der Gemeinde. Auf einer eigens dafür einberufenen Versammlung in der Gemeindehalle waren Mittel und Wege gesucht worden, wie ein Grundversorgungs-Angebot im Ort organisiert werden könnte.

Eine anschließende Umfrage hatte das ermutigende Ergebnis gehabt, dass um die 20 Schechingerinnen und Schechinger dabei sogar mit anpacken würden.

Und jetzt das: ein schnelles Aus des euphorisch gestarteten Nachfolgers der Familie Herrmann. Es ist müßig, über die Ursachen zu spekulieren. Sicher dürfte zur verständlicherweise mangenden Erfahrung die Coronamisere hinzu gekommen sein - sprich: keine Vereinsfeste, die auf das Getränkeangebot zurückgegriffen hätten; weniger Seniorinnen und Senioren, die sich selbst versorgen und womöglich auf ein Schwätzle gekommen wären. Ganz bestimmt ist die Situation auch mit dem Auszug der Post zum 30. September schwieriger geworden.

Unterm Strich bedeutet es aber auf jeden Fall weniger Lebensqualität, wenn es im Dorf keinen Nahversorger mehr gibt. Weshalb es höchste Zeit ist für Konzepte, die dies auffangen. Zum Beispiel mit einem Wochenmarkt.

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